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Rezepte

SuppKultur zum Löffeln

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Florian Maucher
Florian Maucher
am Donnerstag, 17.11.2022 - 15:56

Sie gilt als Urgericht der Küche: die Suppe. Ihre Ursprünge reichen zurück bis in die Steinzeit. Die Ägypter schätzten sie ebenso wie die Römer und alten Griechen. Während sie im Mittelalter nur noch als günstige Speisung der Armen galt und ihr Ansehen stark sank, feierte sie ihre Renaissance in der gleichnamigen Epoche und galt dann als feine Speise bei Hofe.

Diesen guten Ruf genießt sie auch heute wieder. So wurde ihr inzwischen sogar ein Feiertag – der „Tag der Suppe“ – gewidmet, der in Deutschland jährlich am 19. November begangen wird.

Im Suppentopf wird unterschieden zwischen klaren und gebundenen Suppen – ob nun durch Mehl, Kartoffelstärke, Bohnen, Gemüse oder Brot. Apropos Brot: Das westgermanische Wort „supp“ geht auf in Brühe eingebrocktes Brot zurück. Das zugehörige Verb „supen“ bezeichnete dann das Saufen oder Schlürfen der entsprechenden Speise.

Geschätzt in allen Kulturen

Geschlürft wird die Suppe von Groß und Klein gerne – und das quer durch alle Kulturen und rund um den Globus. Sie passt ebenso zu festlichen Anlässen wie zur kurzen Zwischenmahlzeit. Neben der sättigenden Eigenschaft wussten zudem schon unsere Großmütter vom heilenden Potenzial, und auch Hildegard von Bingen war überzeugt von deren gesundheitsförderlicher Wirkung. Auch heute gelten Suppen als perfekte Antwort auf moderne und gesunde Ernährungskultur: viel Gemüse, wenig Fleisch, frische und regionale Zutaten.

Dabei steht die Suppe für bewussten Genuss und für den Gegensatz zu Fast-Food – wer löffelt, muss sich Zeit nehmen. Zudem wärmt sie und kann Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage wecken. Sie sollten deshalb nicht versäumen, mal wieder ihr eigenes Süppchen zu kochen und auszulöffeln.

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