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Marmelade

Rezept: Hagebutten-Marmelade selbst gemacht

Gesund und lecker: In Hagebutten steckt besonders viel Vitamin C.
Kraut & Rüben
am Montag, 07.11.2022 - 10:46

Dieses Jahr wurden die roten Früchtchen endlich eingepackt: So macht man ganz leicht leckere Hagebutten-Marmelade.

Zutaten

  • 500g Hagebutten
  • 500ml Apfelsaft
  • 250g Gelierzucker 1:2
  • etwas Zitronensaft je nach Geschmack

Anleitung

  1. Alternativ kann man die Hagebutten auch längs aufschneiden und von Hand entkernen. Dies ist aber nicht zu empfehlen, da es super aufwendig ist.
  2. Hagebutten waschen, gut abtropfen lassen und mit einem scharfen Messer grob hacken – sie lassen sich dann später viel besser passieren.
  3. Die Früchte in einen großen Topf geben und mit der Hälfte des Apfelsafts bei mittlerer Hitze ca. eine Stunde lang weich kochen.
  4. Die Kerne der Hagebutte bleiben auch beim Mixen als Ganzes erhalten. Nun müssen diese nur noch rausgefiltert werden.
  5. Das Gemisch durch die ein Passiersieb (oder die „Flotte Lotte“) drehen und das entstandene Hagebuttenmark auffangen. Die Kerne bleiben so im Sieb zurück und können weggeworfen werden. Ggf. hilft man beim Passieren mit einem Löffel nach
  6. In den Resten steckt jetzt noch noch ziemlich viel Hagebutten-Fruchtfleisch, also wiederholen wir das Ganze nochmal.
  7. Das so entstandene Hagebuttenmus abwiegen, mit Gelierzucker 1:2 in diesem Verhältnis mischen, nach Geschmack Zitronensaft zugeben und einige Minuten sprudelnd zu Marmelade kochen. Gelierprobe machen und gleich heiß in Gläser abfüllen.

Hagebutten-Marmelade - was steckt eigentlich in den Früchtchen?

Die kleinen roten Früchtchen haben es wirklich in sich. Sie leuchten nicht nur wunderschön, nein, sie liefern eine Menge an wichtigen Vitaminen. Die heimische Hagebutte ist tatsächlich eine der Vitamin C-reichsten Pflanzen der Welt. Eine echte Heilpflanze. Ein Löffel Hagebutten-Marmelade zum Frühstück aufs Brot deckt schon den ganzen Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen. Perfekt also um sich für die kommende Schnupfensaison zu stärken. Habt ihr nun auch Lust bekommen auf Hagebutten-Ernte-Tour zu gehen, lässt sich das mit einem wunderbaren Herbstspaziergang verbinden. Fast meditativ waren wir an den Sträuchern unterwegs und konnten das ganze so auch mit einer kleinen Achtsamskeitübung verbinden. Leider kommen die meisten Hagebutten-Produkte im Supermarkt von weit her, also lohnt es sich wirklich mal selbst in die Natur zu gehen und die Früchte hier regional und saisonal zu ernten. Zerkratzte Arme und juckende Finger gehören oft dazu, dafür wisst ihr die fertige Marmelade am Ende sicherlich ganz besonders zu schätzen.

Wann ist die beste Sammelzeit?

Beim Pflücken ist es wichtig, nur die festen Früchte zu ernten. Rot leuchtend, aber noch hart, enthalten die Hagebutten die meisten Vitamine. Werden sie weich, verlieren sie schnell deutlich an Vitamingehalt. Nach dem ersten Frost schmecken sie noch etwas süßer. Ihr seht, gar nicht so einfach den perfekten Zeitpunkt zu finden. Beim Sammeln sollte man von allen Wildfrüchten immer auch einen Teil für die Tiere übrig zu lassen. Denn die Hagebutten sind eine wichtige Nahrungsquelle für einheimische Vögel.