Lebensmittel

Reisanbau in Europa

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Anna Knon
Anna Knon
am Montag, 22.02.2021 - 12:20

Reis kommt nicht immer aus Fernost zu uns, auch in Europa hat der Reisanbau eine jahrhundertelange Tradition.

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Reis kommt nicht immer aus Fernost zu uns, auch in Europa hat der Reisanbau eine jahrhundertelange Tradition. Das größte europäische Reisanbaugebiet ist die Po-Ebene in Italien mit dem Schwerpunkt im Dreieck zwischen den Städten Biella, Novara, Vercelli und Pavia.

Von den Alpen her strömt genügend Wasser und auch das Klima passt. Inzwischen wurde die bis in die 1960er Jahre noch mit viel Handarbeit verbundene Arbeit weitgehend mechanisiert.

Das Wichtigste ist das exakte Einebnen der Flächen, damit der Wasserstand gleichmäßig hoch ist und das Wasser bei Pflanzenschutzmaßnahmen komplett abfließen kann. Be- und entwässert wird mit einem ausgeklügelten System an Gräben und Dämmen.

Italien: 1,5 Millionen Tonnen Reis jährlich

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In Italien werden etwa 1,5 Millionen Tonnen Reis jährlich erzeugt, zum Vergleich: In China sind es mehr als 200 Millionen Tonnen pro Jahr. Die italienischen Reisbauern versuchen erst gar nicht, mit den großen Reiserzeugerländern mitzuhalten – sie haben sich stattdessen auf Risotto-Reis der Sorten Vialone, Arborio, Carnaroli, Balilla oder Baldo spezialisiert.

Auch Spanien gehört zu den Reisanbauländern in Europa. In den Regionen Murcia, Valencia, und im Ebrodelta hat Reisanbau eine lange Tradion. Für das Nationalgericht Paella schwören die Spanier auf ihren eigenen Reis der Sorte Bomba.

Kleinere Reisanbaugebiete gibt es außerdem in der Camargue in Südfrankreich, in Portugal und sogar in der Schweiz.

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