Upcycling

Neuer Nutzen für die Jeans

Die zwei Stickrahmen mit der Jeanstasche hängen an der Wand. Daneben steht das Utensilo aus einem Jeansbein. Darin befinden sich Geschenkpapierrollen.
Maria Berentzen
am Samstag, 06.03.2021 - 08:10

Aus ausgedienten Hosen werden Wand-Organizer oder ein Geschenkpapier-Sack. Das bringt nicht nur weniger Ballast im Kleiderschrank, sondern ist auch eine nachhaltige Alternative zum Neukauf.

Fast jeder hat zwei, drei Jeanshosen im Schrank, die er nie trägt: Vielleicht kneifen sie, sind zu kurz oder haben schon irgendwo ein Loch. Mal ehrlich: Eigentlich ist uns klar, dass wir diese Hosen nicht anziehen werden, auch nicht zur Gartenarbeit, wie wir uns immer sagen. Deshalb: weg damit.

Aus diesen alten Hosen lässt sich noch etwas Tolles basteln. Das ist zugleich nachhaltig: Denn die alten Jeans landen nicht im Müll, sondern erfüllen einen neuen Zweck.

Die Hosentaschen in Stickrahmen an der Wand

Zwei Anleitungsbilder für das Nähen des Jeans-Stickrahmens als Aufbewahrungsmöglichkeit.

Aus den Hosentaschen einer Jeans lässt sich im Handumdrehen eine hübsche Aufbewahrung und Wanddekoration basteln.

Dafür braucht man:

  • Eine alte Jeans, beziehungsweise nur die hinteren Hosentaschen,
  • je einen Stickrahmen mit etwa 20 Zentimeter Durchmesser,
  • Schere,
  • Nadel und festes Garn.

So geht es:

  • Zunächst den Stickrahmen mittig auf eine der beiden Gesäßtaschen legen. Danach mit etwa 3 cm Abstand einen Kreis rund um den Stickrahmen ausschneiden (Bild links).
  • Dann legt man den inneren Ring des Stickrahmens mittig unter den Stoff. Die Schraube am äußeren Ring lockern und ihn über den Stoff legen. Beide Ringe samt Stoff ineinanderschieben und die Schraube wieder fixieren.
  • Nun an der Stoffkante von Hand eine Heftnaht nähen (Bild rechts), dafür den Faden doppelt legen. Danach an beiden Enden der Naht ziehen, um den Stoff zu spannen, und den Faden gut verknoten.
  • Anschließend noch den überstehenden Stoff zurückschneiden, damit der Rahmen später flach an der Wand hängt. Zur Sicherheit die Schraube auch noch einmal nachziehen.

 

Geschenkpapier sammeln im Hosenbein

Zwei Anleitungsbilder, die zeigen wie das Utensilo mit dem Jeansbein genäht wird.

Eine Jeans-Sammeltasche ist ruckzuck genäht und eignet sich auch für Nähanfänger. Letztlich sind nur drei Nähte nötig.

Dafür braucht man:

  • Ein Hosenbein einer alten Jeans,
  • Nähmaschine und Garn,
  • Stoffschere,
  • Lineal und Stecknadeln,
  • nach Belieben Knöpfe oder Bänder zum Verzieren.

So geht es:

  • Zunächst schneidet man das Bein der Jeans ab. Je nachdem, wie lange die Tasche sein soll, schneidet man weiter oben oder unten ab. Tipp: Die Gegenstände, die man aufbewahren will, einmal in das Bein schieben, dann bekommt man ein Gefühl für die passende Länge.
  • Danach wendet man den Stoff, auf die linke (unschöne) Seite. Die Schnittkante legt man bündig aufeinander und steckt und näht sie mit einem Gradstich und einer Nahtzugabe von etwa einem Zentimeter zusammen. Wer auf Nummer-Sicher gehen will, dass die Kante später nicht ausfranst, versäubert sie noch mit einem Zickzackstich.
  • Jetzt dreht man das Hosenbein so hin, dass die eben genähte Naht auf den Seitennähten der Jeans liegt (Bild links). Wenn die Hose nicht gerade geschnitten ist, sondern unten eng zuläuft oder einen Schlag hat, passt das oft nicht ganz. Man sollte sich also nicht wundern, wenn das Ergebnis nicht ganz symmetrisch ist – das macht aber nichts.
  • Hat man das Hosenbein auf diese Weise zusammengelegt, entstehen zwei dreieckige Spitzen. Man misst nun von beiden Spitze, je 5 cm an der Naht entlang, und markiert diese Stelle mit einer senkrechten Linie. Damit nichts verrutscht, sollte man auch ein paar Nadeln zur Fixierung stecken. Entlang der Linie näht man nun mit einem Gradstich entlang (Bild rechts). Anschließend schneidet man je etwa einen Zentimeter neben diesen Nähten die Ecken ab und versäubert auch hier die Kanten mit einem Zickzackstich.
  • Danach wir das Nähgut gewendet, damit die schöne Seite außen ist. Zudem kann es hilfreich sein, die Naht mit einem Finger oder Stift nachzuformen. Wer möchte, kann auch Pappe zurechtschneiden und sie innen in den Boden legen, damit sie stabiler ist.
  • Nach Belieben kann man die Tasche noch verzieren: Es eignen sich zum Beispiel Schrägband, Knöpfe oder auch Stoffblumen.
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