Sicherheit

Lichterglanz statt Feuersbrunst

Adventskranz
Maria Burkhardt
Maria Burkhardt
am Montag, 02.12.2019 - 11:04

Den Adventskranz über Nacht ins Kühle und den Christbaum ins Wasser stellen.

Zu einem liebevoll geschmückten Adventskranz oder -gesteck gehören einfach echte Kerzen. Die Brandgefahr darf dabei nicht unterschätzt werden. Denn Dekorationen aus Stroh, Papier, Holz oder Tannenzapfen sind schnell entflammbar, darauf weist die Initiative „Das sichere Haus e.V.“ hin. Auch die Zweige selbst können Feuer fangen. Frisch gebunden ist noch alles im grünen Bereich. Doch mit jeder Woche in der warmen Stube werden die Zweiglein am Adventskranz trockener. Stellt man das Adventsgesteck oder den Kranz über Nacht an einen kühlen Ort, bleibt das Tannengrün länger frisch und das Risiko klein.

Eine feuerfeste Unterlage aus Metall, Glas, Ton, Steingut oder Porzellan ist sowohl für den Kranz als auch die einzelnen Kerzen unbedingt ratsam. Die Kerzen müssen stabil stehen. Selbstlöschende Stumpenkerzen haben den Vorteil, dass sie von selbst ausgehen, bevor sie vollständig niederbrennen und womöglich dem Tannengrün zu nahe kommen. Auch Kerzen auf der Fensterbank sollten genügend Abstand zu allem Brennbaren, wie zum Beispiel den Gardinen, haben. Am sichersten sind sie in einem großen Glasbehältnis, wie Windlichter im Freien.

Feuerfeste Unterlagen sind aber kein Schutz, wenn von oben Zeitungen in die Nähe brennender Kerzen gelangen. Bei Zugluft wird Papier leicht in Richtung der Flammen aufgeblättert. Deshalb beim gemütlichen Zeitunglesen auf sicheren Abstand zum Adventskranz gehen!

Auch am Christbaum sind echte Kerzen besonders schön, aber eben auch riskant. Viele lösen das Problem, indem sie zusätzlich eine Lichterkette anbringen und die echten Kerzen nur zur Bescherung anzünden. Das gelingt möglichst gefahrlos von oben nach unten. Gelöscht werden die Kerzen in umgekehrter Reihenfolge, also von unten nach oben.

Damit der Chrisbaum nach dem Schlagen möglichst lange frisch bleibt, stellt man ihn am besten in einen Ständer mit Wasser.

Von offenem Feuer geht immer ein Reiz, aber eben auch ein gewisses Risiko aus. Deshalb soll es nie unbeaufsichtigt sein. Kinder sind besonders fasziniert und müssen den Umgang mit Kerzen erst lernen. Bevor man den Raum verlässt und sei es nur für kurze Zeit, sollten immer alle Kerzen ausgepustet sein. Für den Notfall sollte trotzdem vorgesorgt sein: In die Nähe des Christbaums einen Eimer Wasser stellen und neben den Adventskranz vorsichtshalber ein angefeuchtetes Handtuch legen, um im Brandfall das Feuer zu ersticken.