Kürbisrezepte

Kürbis ist kulinarisch vielseitig

Kürbisrezepte-Vorschau: Drei Bilder mit Gerichten
Die Hauswirtschafterei
am Mittwoch, 03.11.2021 - 12:10

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Gerade werden die gelb-orangenen Prachtstücke in vielen Bauerngärten geerntet oder an zahlreichen Straßenecken angeboten. Wir liefern passende Rezepte für ein feines Herbstmenü.

Kürbisse sind vielseitig verwendbar. Es gibt kaum eine Zubereitungsart, die bei diesem Fruchtgemüse nicht möglich ist – egal ob als Chutney, Suppe, Kuchen, Marmelade oder Hauptgericht. Da der Kürbis auch reich an Vitamin C, Folsäure und dem Provitamin A ist, steht dem gesunden Genuss nichts im Wege.

 

Herbstlicher Eintopf

Herbstlicher Gemüseeintopf mit Kürbis, angerichtet in einem dunklen Topf.

Zutaten:

  • 50 g getrocknete Erbsen,
  • 300 g festkochende Kartoffeln,
  • 700 g Wintergemüse (Kürbis, Lauch, Steckrübe, Topinambur),
  • 1 EL Rapsöl,
  • 1,5 l Gemüsebrühe,
  • Salz, Pfeffer,
  • 200 g Kassler,
  • 1 EL Butter.

Zubereitung:

Die Erbsen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. Die Kartoffeln und das Gemüse schälen bzw. waschen und putzen und in Würfel schneiden. Mit den abgetropften Erbsen im heißen Öl kräftig anbraten und mit der Brühe aufgießen. Würzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Das Kassler würfeln und in der heißen Butter anbraten. Zum Eintopf geben und bei Bedarf nachwürzen.

Tipp: Kresse und frisch geriebenen Meerrettich darübergeben.

 

Gnocchi mit Kraut

Kürbisgnocchi auf Kraut angerichtet auf einem dunklen Teller. Im Hintergrund liegen Kürbis Spalten und Speckstreifen auf einem Holzbrett.

Zutaten:

Für die Kürbisgnocchi:

  • 150 g Hokkaidokürbis,
  • 1 Ei,
  • 200 – 250 g Mehl,
  • Salz, Pfeffer.

Für das Sauerkraut:

  • 1 Zwiebel,
  • 1 EL Rapsöl,
  • 500 g Sauerkraut,
  • Salz, Pfeffer.

Zum Anrichten:

  • 50 g roh geräuchertes Wammerl,
  • 50 g Butter,
  • Schnittlauch.

Zubereitung:

Den Kürbis waschen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch mit der Schale in Würfel schneiden. In wenig Wasser weich kochen. Abgießen, mit einem Stabmixer pürieren und abkühlen lassen. Ei, Mehl und Gewürze zum Kürbis geben und den Teig zu einer formbaren Masse kneten. Zugedeckt 30 Min. ruhen lassen. Aus dem Teig Rollen mit 2 cm Ø formen und diese in 4 cm lange Stücke schneiden. Mit einer Gabel eindrücken und in reichlich Salzwasser portionsweise kochen. Wenn die Gnocchi nach oben steigen, sind sie fertig. Die Gnocchi abtropfen lassen. Für das Sauerkraut die Zwiebel schälen und fein würfeln. Im heißen Öl andünsten, das Sauerkraut zufügen. Würzen und 15 Minuten bei schwacher Hitze kochen. Das Wammerl in kleine Würfel schneiden. Ohne Fettbeigabe goldbraun braten. Die Butter dazugeben, schmelzen und die Gnocchi darin schwenken. Die Gnocchi auf dem Kraut anrichten und mit Schnittlauch bestreut servieren.

 

Kürbis-Tiramisu

Kürbistiramisu angerichtet in Gläsern. Sie stehen auf einer rot-weiß-karierten Serviette.

Zutaten:

  • 200 g Kürbisfleisch (Hokkaido),
  • 100 ml Trauben- oder Apfelsaft,
  • 250 g Magerquark,
  • 250 g Mascarpone,
  • 80 g Zucker,
  • 2 EL Vanillezucker,
  • 1/2 TL Zimt,
  • 100 g Löffelbiskuits,
  • 3 – 5 EL starker Kaffee,

Zum Bestäuben:

  • Kakao.

Zubereitung:

Das Kürbisfleisch würfeln und im Saft weichkochen. Anschließend pürieren und abkühlen lassen. Den Quark mit dem Mascarpone verrühren. Zucker, Vanillezucker und Zimt zufügen. Das Kürbispüree unterrühren. Die Löffelbiskuits mit dem Kaffee beträufeln und in Stücke schneiden. Biskuitstücke und Creme schichtweise in Gläser oder eine Form füllen. 30 Minuten kühl stellen und vor dem Servieren mit dem Kakao bestäuben.

Tipp: Da das Tiramisu ohne Ei zubereitet ist, kann es ohne Probleme einen Tag vor dem Genuss zubereitet werden.

 

Kürbis für die Herbstküche

Kürbisse sind nicht nur hübsch anzusehen. Das leckere Fruchtgemüse ist auch gesund, kalorienarm und steckt dabei voller wichtiger Vitamine und Nährstoffe, die einen wohlbehalten durch Herbst und Winter bringen. Sie liefern Beta-Karotin, Kalzium, Eisen, Magnesium und sättigende Ballaststoffe.

Zuerst sollten Stiel- und Blütenansatz abgetrennt werden. Danach wird der Kürbis gründlich gewaschen und mit einem großen, scharfen Messer vorsichtig halbiert. Gelingt das nicht auf Anhieb, legt man den Kürbis einfach eine halbe Stunde bei 150 °C Umluft in den Backofen. Auf diese Weise wird selbst das härteste Exemplar „zugänglich“.

  • Besonders beliebt zum Kochen ist der Hokkaidokürbis. Er ist mit 0,5 bis 1,5 Kilo deutlich leichter als viele seiner Kollegen und eignet sich somit auch für kleine Haushalte. Außerdem lässt er sich besonders leicht verarbeiten. Das mühselige Entfernen der Schale kann man sich sparen, denn die ist beim Hokkaido so dünn, dass sie beim Kochen weich wird und mitgegessen werden kann. Der Geschmack erinnert an Esskastanien. Gewürzt mit Ingwer und Chili kommt das Aroma am besten zur Geltung. Besonders gut eignet er sich für Suppen, Püree, Risotto oder Kürbiskuchen.
  • Auch der Butternut- bzw. Butternusskürbis rangiert ganz oben in der Beliebtheitsskala. Seine buttrige Konsistenz und sein Geschmack machen ihn zu einem Allrounder, der als Suppe, gebraten oder im Salat schmeckt.
  • Zum Schnitzen und Aushöhlen für die typische Herbstdeko eignet sich am besten der Feldkürbis. Er ist groß und stabil. Sein Fruchtfleisch ist allerdings recht faserig. Dafür lassen sich seine Kerne zum Knabbern gut rösten und salzen, schreibt die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse.
  • Übrigens: Unversehrte Kürbisse lassen sich an einem kühlen und dunklen Ort über mehrere Monate lagern. Das optimale Gemüse also für die Vorratskammer im Winter.

 

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