Mottenbefall

Kleidung vor Motten sicher aufbewahren

Wollpullover und andere Wäsche liegt in einer Kommodenschublade. Darauf ein Stoffsäckchen und ein Kleiderbügel.
Elke Messerschmidt - Kompetenzzentrum Hauswirtschaft
am Dienstag, 09.11.2021 - 13:10

Motten lieben Wolle, Kaschmir, Angora. Einen Befall bekämpfen ist schwierig, vorbeugen ist einfacher. Wir geben hilfreiche Tipps.

Ein Befall mit Kleidermotten wird oft erst bemerkt, wenn Wintermantel und Wollpullover wieder hervor geholt werden. Die Motte selber ist ein lichtscheuer Schmetterling, der während der Dämmerung aktiv wird. Wenn sie gestört wird, versucht sie sich zu verstecken. Hier unterscheidet sie sich von anderen harmlosen Nachtfaltern, die gerne vom Licht angezogen werden.

Der eigentliche Schädling sind die Mottenlarven. Sie ernähren sich vom Eiweiß Keratin, das z. B. in Wolle vorkommt. Die Motten „fliegen auf“ Kleidungsstücke aus Wolle, z. B. Angora, Kaschmir, Schafswolle. Textilien aus Baumwoll- und Polyesterfasern werden nicht befallen. Bei Mischgeweben wird nur der Wollanteil zerstört.

Motten vorbeugen ist einfacher als sie zu bekämpfen

Mottenfraß kann die schönsten Wollsachen ruinieren. Einem Mottenbefall vorzubeugen ist aber einfacher als Motten zu bekämpfen.

  • Viele Mottenschutzmittel, die es zu kaufen gibt, halten die Motten mit angenehmem Duft fern. Naturprodukte mit bestimmten ätherischen Ölen üben eine abschreckende Wirkung auf die Insekten aus. Abschreckend wirken beispielsweise Lavendel, Nelken, Zedernholz oder Walnussblätter. Kleine Duftsäckchen kann man auch selbst herstellen. Dazu gibt man Pflanzenteile z. B. in Nylonstrümpfe und hängt diese in den Schrank. Wichtig ist, die Duftsäckchen regelmäßig zu erneuern, bevor sich ihr Duft gänzlich verflüchtigt. Zedernholzstücke regelmäßig mit Schmirgelpapier anrauen, dann duften sie länger!
  • Im Handel gibt es Duftmittel mit Extrakten aus ätherischen Ölen zu kaufen. Sie werden zwischen die Textilien gehängt oder als Spray auf Textilien gesprüht. Doch aufgepasst: Nicht jeder verträgt den intensiven Geruch. Die hoch konzentrierten Extrakte können Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Allergien auslösen.
  • Den Kleiderschrank öfter umräumen, denn Motten mögen keine Unruhe.
  • Kleidung oder Decken, die selten benutzt werden, regelmäßig ausklopfen, lüften und der Sonne aussetzen.
  • Vor dem längeren Einlagern, wenn von Winter- wieder auf Sommerkleidung gewechselt wird, gehören Kleidungsstücke aus Wolle oder mit Wollanteil gewaschen.
  • Über den Sommer/Winter empfiehlt es sich, nicht genutzte Kleidungsstücke gut verpackt, z. B. in Kleidersäcken, zu lagern.
  • Fliegennetze an Fenstern und Balkontüren verhindern zusätzlich den Zuflug von Motten.