Fisch

Karpfenrezepte der Karpfenkönigin

Die Karpfenkönigin Svenja Viertel mit Krone und Schärpe sowie einem frischen Karpfen in der Hand vor einem Holzstapel
Anja Kersten / ckn
am Dienstag, 22.12.2020 - 14:40

Zwei Karpfenrezepte: Einmal klassisch frittiert und einmal gegrillter Karpfen auf dem Salzstein.

Karpfen „klassisch“

Ein ganzer frittierter Karpfen liegt auf dem Teller, neben etwas Salat. In dem Karpfen steckt ein kleiner fränkisches Fähnchen.

Zutaten:

Ein halber Karpfen,

Salz und Pfeffer (grobe Pfefferkörner für einen Pfefferkarpfen),

Mehl,

Semmelbrösel,

Frittieröl,

Fritteuse.

 

Zubereitung:

  • Die Fritteuse vorab auf 190 °C heizen. Wichtig: Das Fett muss heiß sein!
  • Währenddessen die Innen- und Außenseite gut mit Salz und Pfeffer würzen und mindestens 30 Minuten durchziehen lassen, das sorgt für einen intensiveren Geschmack.
  • Dann das Mehl und die Semmelbrösel – im Verhältnis ein Drittel Mehl und zwei Drittel Semmelbrösel – mischen.
  • Das Karpfenstück darin wenden und danach in die Fritteuse geben. Darin braucht er etwa 6 Minuten, bis er eine gute Bräune erreicht hat.
  • Den Fisch aus der Fritteuse nehmen und das Fett abtropfen lassen.
  • Anschließend servieren.

Tipp von der Karpfenkönigin:

Als Beilage passt dazu Kartoffelsalat und Endiviensalat. Außerdem kann man das Rezept auch mit einem Karpfenfilet zubereiten.

 

Karpfen auf dem Salzstein

Zutaten:

Karpfenfilet,

Salzstein (siehe Kasten unten),

Grill.

Für den Sud:

1 EL brauner Zucker,

1/2 TL Steakgewürz

1/2 Pizzagewürz,

2 EL Sojasoße,

2 EL Sonnenblumenöl.

 

Zubereitung:

  • Den Grill mit dem Salzstein nach und nach vorsichtig auf 220 C° vorheizen.
  • Den Karpfen mit der Hautseite auf den heißen Salzstein legen und mit der Hälfte des Würzsuds einstreichen.
  • Nach 6 Minuten, das entspricht etwa der Hälft der Garzeit, den Rest der Soße darauf streichen. Insgesamt braucht das Fischfilet etwa 10 bis 12 Minuten auf dem Salzstein. Der Fisch muss nicht gewendet werden.
  • Anschließend kann das knusprige Filet serviert werden.
  • Die Karpfenkönigin empfiehlt dazu Grillgemüse und Salat.

 

Fisch, Fleisch oder Gemüse braten auf dem Salzstein

Zwei Platten aus rosanem Steinsalz. Darauf liegen Pilze. Die Salzplatten liegen auf einem Grillrost.

Unter Grillspezialisten ist das Garen auf einem Salzstein ein Geheimtipp. Er verteilt die Hitze gleichmäßig, wodurch Fleisch oder Fisch herrlich saftig bleiben und gleichzeitig eine knackige Kruste bekommen. Zudem gibt der Salzstein wertvolle Mineralstoffe und aromatische Spurenelemente ab, wodurch man sich das salzen spart.

Aufheizen:

Man kann einen Salzstein sowohl auf dem Grill, als auch im Backofen (keine Umluft verwenden) nutzen. Dafür legt man ihn jeweils auf den Rost. Aber Vorsicht: Ist er feucht oder wird zu schnell erhitzt, kann er zerspringen. Deswegen sollte der trockene Stein langsam erwärmt werden: Erst 15 Minuten auf 70° bis 80°. Dann 15 Minuten auf 160° bis 180°. Zuletzt noch einmal 15 Minuten auf höchster Stufe bei 250° bis 280°. Auf dem Holzkohlegrill sollte der Stein nur über Glut und nie über einer direkten Flamme erhitzt werden. Dabei sollte man ihn erst an den Rand des Rostes legen und langsam immer weiter in die Mitte zur Glut schieben.

Reinigen:

Vor dem Reinigen sollte der Stein mindestens eine Stunde die Raumtemperatur annehmen. Grillreste vorsichtig mit einem sauberen Zeranfeldschaber abkratzen und die Reste mit einem Tuch abnehmen. Den Stein niemals unter fließendem Wasser oder mit Reinigungsmitteln waschen. Stark verschmutze Steine kann man mit einem feuchtem Küchentuch oder einer feuchten weichen Bürste säubern. Danach sofort abtrocknen. Außerdem lohnt es sich, den Stein bei jedem Mal Grillen zu wenden.

Kalt nutzen:

Übrigens der Salzstein speichert nicht nur Wärme: Kühlt man ihn für drei Stunden im Kühlschrank oder für eine Stunde im Gefrierschrank, kann er auch als Servierplatte für kalte Speisen verwendet werden. Dadurch werden etwa Käse, Wurst oder Gemüse bis zu einer Stunde auf dem Tisch gekühlt.

Salzsteine aus Bayern?

Leider gibt es keine Salzsteine aus Deutschlands Bergwerken, sie besitzen kein Steinsalz. Wir haben im „Salzbergwerk Berchtesgaden“ nachgefragt. Sie schreiben: „Da Steinsalz so wie wir es kennen, komplett ungefiltert aus dem Berg kommt und daher noch sämtlichen „Bestandteile des Berges“ beinhaltet, wird es nicht als Speisesalz verkauft. Aus diesem Grund dürfen wir auch keine Salzplatte zum Verkauf anbieten.“ Alternativ haben wir „Salz-Helmreich“ gefunden. Dort kann man den Salzstein zum Grillen und Braten im Onlineshop kaufen. Es ist ein seit über 100 Jahren bestehendes Traditionsunternehmen in Nürnberg. Sie beziehen die Salzsteine direkt aus Pakistan, nahe dem Himalaya.

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