Rezepte

Bärlauch schlau verarbeiten und vielseitig genießen

Marianne Scheu-Helgert
am Samstag, 10.04.2021 - 07:00

Bärlauch ist gesund und er ist bereits vor Salat und anderen Kräutern erntereif. So wird er am Besten in der Küche verarbeitet.

Auf einem Holzbrett schneidet eine Hand mit einem Messer ein Büschel Bärlauch zurecht. Die andere Hand hält den Bund zusammen.

Bärlauch enthält alle gesundheitsfördernden Stoffe der Zwiebel, hinzu kommen frisches Blattgrün mit Magnesium und viel Folsäure. Im Garten und in der Natur wachsen seine Blätter in einer Zeit, wenn andere Kräuter noch nicht so weit sind und auch der Salat noch ein paar Tage braucht. Umso mehr freut man sich über das frische Grün für die Küche.

Bärlauch-Grundmasse

Im Vordergrund liegt eine der eingefrorenen Platten aus püriertem Bärlauch. Im Hintergrund stehen eine Flasche Olivenöl, ein Behälter zum Pürieren der grünen Masse und es liegen einige Bärlauch-Blätter, der Pürierstab und ein Messer daneben.

In der Küche wäscht man die gepflückten Blätter, dann schneidet man sie mit einem möglichst scharfen Messer in feine Querstreifen. Dieses Vorschneiden quer zur Faser ist deshalb empfehlenswert, weil die Püriermesser – die später zum Einsatz kommen – meist nicht so scharf sind. Wird Zwiebelgewebe eher gequetscht, bilden sich mehr Bitterstoffe. Je kleiner die Blätter beim Pürieren also sind, desto besser.

Die Blattstreifen lassen sich dann mit etwas Olivenöl oder einer anderen Ölsorte möglichst schnell und schonend pürieren. Man gibt gerade so viel Öl zu, bis die Messer des Pürierstabs greifen. Die Bärlauchmasse lässt sich problemlos einfrieren. Man gibt sie dafür bleistiftdick in Gefriertüten, die man liegend einfriert. So kann man später ganz nach Bedarf Stücke abbrechen. Diese Masse ist Grundstock für allerlei Gerichte.

Bärlauch-Frischkäse

Besonders fein und würzig schmeckt Bärlauch-Frischkäse. Zu je 100 g Frischkäse und Feta braucht man je nach Geschmack 1 bis 2 große Esslöffel der Bärlauchmasse, mehr Bärlauch, macht den Dip noch pikanter. Wer will, gibt noch etwas Salz und Pfeffer dazu. Wer den Aufstrich körniger mag, vermengt die Zutaten mit der Gabel. Püriert man zunächst den Feta mit dem Frischkäse und gibt dann den Bärlauch dazu, gerät der Aufstrich cremig, vor allem bei Doppelrahm-Frischkäse. Hübsch sieht es aus, wenn man ihn mit Knospen oder Blüten des Bärlauchs oder mit Schnittlauchröllchen garniert.

Tipp: Die Grundmasse lässt sich natürlich auch zu Bärlauchpesto weiterverarbeiten. Hervorragend schmecken Bärlauch-Semmelknödel: Sie sind, wie so viele neue Rezepte, das Ergebnis einer Verwechslung. In der Eile geriet die Bärlauchmasse anstelle eingefrorener Petersilie zum Speck in den Kochtopf.

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