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Alternative zu Plastik - Wissenswertes über Bienenwachstücher

03-Bienenwachstücher-Stoff-einstreichen
Carmen Vitzthum
am Donnerstag, 25.07.2019 - 12:47

Bienenwachstücher sind nachhaltig, das ist bekannt. Damit es so bleibt, muss man sie pflegen und hin und wieder aufbereiten.

Außerdem: Was können sie und was nicht? Das wollen wir hier beantworten:

  • Wie nutze ich Bienenwachstücher? Die Tücher werden mit Handwärme weich und die Ränder bleiben aufeinander kleben. Zum Abdecken einer Schüssel das Tuch um die Öffnung legen und die Ränder mit den Händen ein paar Sekunden andrücken. Genauso funktioniert es mit dem Pausenbrot. Man legt es in die Mitte des Tuchs, schlägt die Ränder um das Brot und drückt diese ein paar Sekunden in den warmen Händen aneinander, bis das Tuch zusammenhält.
  • Wie pflege ich die Tücher? Bienenwachstücher können bei guter Pflege lange wiederverwendet werden. Das Tuch nach Gebrauch mit kaltem bis maximal lauwarmem Wasser und gegebenenfalls etwas Spülmittel mit einem Schwamm abwischen. Das Wasser darf aber nicht zu heiß sein, da sich sonst der Wachsfilm löst. Natürlich darf das Tuch nicht in Spül- oder Waschmaschine. Nachdem sie an der Luft getrocknet sind, die Tücher flach liegend aufbewahren.
  • Wie kann ich sie aufbereiten? Nach längerem Gebrauch kann die Wachsoberfläche rau und porös werden. Das ist aber kein Grund das Tuch wegzuwerfen. Einfach wieder zwischen zwei Blätter Backpapier legen und aufbügeln und bei Bedarf etwas neues Wachs darauf geben. Alternativ das Tuch kurz auf ein mit Backpapier belegtes Backblech bei 90 °C in den Backofen legen. Das Tuch wird bei beiden Methoden wieder flach und das Wachs verteilt sich gleichmäßig. Es ist wieder wie neu und kann weiter verwendet werden.
  • Was darf ich damit verpacken? Von Käse über Brot, Gemüse und Obst gibt es keine Grenzen. Mit runden Tüchern kann man sehr gut Essensreste in Schüsseln oder Tellern abdecken und damit in den Kühlschrank stellen. Warme Lebensmittel sollten erst abkühlen, bevor man sie in das Tuch einpackt, da sonst die Wachsbeschichtung schmilzt. Für stark riechende Lebensmittel wie zum Beispiel Zwiebeln sollte man immer dasselbe Tuch verwenden; sozusagen ein „Zwiebeltuch“ benennen.
  • Was darf ich nicht damit verpacken? Auf keinen Fall sollte man rohes Fleisch oder rohen Fisch in die Tücher einpacken. Anhaftende Keime können auf das Tuch übertragen werden und sich dort vermehren, da man die Tücher nicht heiß reinigen kann.
  • Was tun bei Schimmelbefall? Es kann schon mal passieren, dass man das Pausenbrot im Tuch eingepackt vergisst und es anfängt zu schimmeln. Hier gilt: Das Tuch gut mit warmem Wasser und Spülmittel abwaschen und es im Nach- hinein noch mal heiß zwischen Backpapier bügeln. Danach kann man es wieder weiterverwenden. Ist der Schimmel nicht nur oberflächlich, sondern schon in das Stoffgewebe eingedrungen, muss das Tuch entsorgt werden. Nicht mehr brauchbare Tücher eignen sich übrigens gut als Feueranzünder. Einfach Tuch einrollen und anzünden.
  • Nimmt mein Essen den Bienenwachsgeruch an? Nein. Die Tücher riechen zwar dauerhaft nach Bienenwachs, die Lebensmittel schmecken und riechen aber nicht danach.
  • Worauf sollte ich noch achten? Jegliche Wärme ist tabu. Das heißt: Vorsicht bei warmen Herdplatten. Im Sommer beim Picknick Hitze vermeiden und die Tücher, ob mit oder ohne Inhalt, nicht im heißen, parkenden Auto liegen lassen. In der Kühlbox und im Schatten passiert nichts, Bienenwachs wird erst bei etwa 60 °C flüssig.

Bienenwachstücher selber machen

Eine Anleitung finden Sie hier.