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Vogelgesang

Vogelstimmen per Sprachnachricht erkennen lassen

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Philipp Herrmann - Bund Naturschutz
am Dienstag, 19.04.2022 - 16:55

Im Frühling zwitschern die Singvögel aus voller Kehle. Doch welche Vogelarten hören wir da? Der "Vogelphilipp" vom Bund Naturschutz erkennt die Stimmen per Whatsapp-Nachricht.

Rund um die Hofstelle, auf den Feldern, entlang der Hecken und im Wald: Vogelstimmen umgeben uns das ganze Jahr. Während im Winter nur ein paar Vögel zu hören sind, wird es ab Februar wieder merklich lauter. Schon Anfang März kann man bei der Feldarbeit auf Wiesen und Äckern auch Lerchen und Kiebitze bei der Balz beobachten.

Vogelstimmen per Whatsapp abfragen

Auf Hecken sitzen dann leuchtend gelbe Goldammer-Männer und versuchen mit ihrem Gesang („wie wie wie hab´ ich dich lieeeeeb“), ihre Damen zu beeindrucken. In den Streuobstwiesen lacht der Grünspecht („gü gü gü gü gü“) und in den Wäldern eifern Bunt- und Schwarzspecht um die Wette. Vogelstimmen sind der Soundtrack unserer Kulturlandschaften und tragen maßgeblich zum Heimatgefühl bei.

Wer sich für Vogelstimmen interessiert, kann ab April den Autor Philipp Herrmann persönlich fragen, indem man über den Messengerdienst Whatsapp Sprachnachrichten mit Vogelstimmen aufnimmt und an ihn schickt (Tel. 0160 4424450). Er antwortet dann und verrät, um welchen Vogel es sich handelt.

Gezwitscherkunde für Jung und Alt

Über Herrmanns Whatsapp-Status gibt es außerdem Rätsel und digitale Vogelstimmenwanderungen. Die „Vogelstimmen-Hotline mit dem Vogelphilipp“ ist ein Projekt des Bund Naturschutz in Bayern und findet jedes Jahr im Frühjahr statt.

Landwirte leisten einen besonderen Dienst an der Natur vor unserer Haustür und tragen Verantwortung für sie. Vielfältige Bauerngärten mit alten Obstbäumen, Kompost und Gartenteich sind ein wichtiger Teil des Lebensraumes Bauernhof. Je ökologischer diese bewirtschaftet werden, desto mehr Insekten sind hier zu finden, die wiederum vielen Vögeln als Nahrung dienen.

Durch die gezielte Anlage einer „wilden Ecke“ mit pollen-, nektar- oder samenreichen heimischen Wildpflanzen lässt sich die Vielfalt ganz leicht erhöhen. Mit Nisthilfen für Spatzen, Stare, Schwalben oder auch die Schleiereule können Vögel gezielt angesiedelt werden, die im Bauerngarten Nahrung suchen und die Gärtner bei der natürlichen Bekämpfung von kleinen Plagegeistern unterstützen.

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