Garten

Tipps zur Lagerung von Wurzelgemüse

Karotten
Sophia Gottschaller Portrait 2019
Sophia Gottschaller
am Montag, 11.11.2019 - 14:00

Viele Gartler ernten ihr Wurzelgemüse auf einmal, weil es Arbeit spart. Doch wo und wie lagert man die Wurzeln am besten?

Nach der Ernte die Erde nicht von den Wurzeln abwaschen. Sie bildet eine Schutzschicht und sorgt dafür, dass das Gemüse länger frisch bleibt. Allerdings sollte man das Laub knapp am Ansatz abschneiden. Sind die Blätter von Karotten noch frisch, kann man daraus übrigens Pesto zubereiten.

Gute Lagerbedingungen für Karotten und Schwarzwurzeln sind bei einer Temperatur von 2 bis 5 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Pastinaken nicht lange lagern sondern besser nach Bedarf ernten, da sie recht schnell ihr Aroma verlieren.

Da diese Bedingungen nur noch in den wenigsten Kellern zu finden sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man liest immer wieder, dass das Gemüse in feuchtem Sand gelagert werden kann. Dies stimmt, ist allerdings aufwendig. Marianne Scheu-Helgert, Gemüseexpertin an der Bayerischen Gartenakademie, empfiehlt folgende, einfachere Methoden: Wurzelgemüse wie Karotten, Schwarzwurzeln, Petersilienwurzeln oder Rote Bete in stabilen Plastiksäcken (ca. 25 l) sammeln. Pro Sack immer nur eine Gemüseart einfüllen. Damit die Luft etwas zirkulieren kann und die Feuchtigkeit sich nicht staut, verschließt man die Säcke nicht vollständig, sondern klappt nur die Öffnung um. Alternativ kann man das Gemüse auch in großen, sauberen Malerkübeln lagern und diese ohne Deckel übereinander stapeln.

Die Säcke und Kübel kühl, trocken, frostfrei und mäusesicher aufstellen, zum Beispiel in der Garage oder im Schuppen. Falls dort die Temperaturen noch zu hoch sind, kann man das Gemüse auch an einem schattigen, nordseitigen Platz im Freien lagern und erst einräumen, wenn draußen starker Frost droht. Grundsätzlich ist ein nicht allzu heller Platz vorteilhaft für die Lagerung, sonst „vergrünen“ die Köpfe der Karotten.