Naturschutz

„Stunde der Wintervögel“ mit Teilnahmerekord

Spatz
Agra-Europe
am Mittwoch, 12.02.2020 - 08:00

Laut Naturschutzbund Deutschland beteiligten sich an der jüngsten Zählaktion mehr als 143 000 Menschen.

Berlin - Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ haben so viele Teilnehmer wie noch nie Vögel gezählt. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) berichtete, beteiligten sich an der jüngsten Zählaktion mehr als 143 000 Menschen; 2019 seien es rund 5 000 weniger gewesen.

„Noch nie haben sich so viele Vogelfreunde eine Stunde Zeit genommen und die Vögel in Garten, Park oder am Fenster gezählt. Das freut uns sehr“, erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Er wertete die Beteiligung zudemals Indiz dafür, dass sich immer mehr Menschen aktiv für die heimische Natur einsetzen wollten.

Insgesamt wurden bei der letzten „Stunde derWintervögel“ nach Angaben des NABU mehr als 3,6 Millionen Vögel gemeldet. Pro Garten ergebe sich daraus ein Mittelwert von 37,3 Vögeln und damit etwas mehr als 2019, als im Schnitt 37 gemeldet worden seien. Dennoch liege der Wert unter dem langjährigen Mittel von fast 40 Vögeln pro Garten.

Laut Miller ist das indes nicht zwingend ein Grund zur Beunruhigung. Die Daten aus inzwischen einem Jahrzehnt der Zählaktion zeigten, dass die Zahl der Vögel in den Gärten umso geringer sei, je milder und schneeärmer der Winter ausfalle. Die abnehmenden Beobachtungen in den Gärten seien wahrscheinlich eine Folge der langen Reihe milder Winter in den letzten Jahren. Erst wenn es kalt werde und Schnee liege, suchten viele Waldvögel Zuflucht in den
Gärten der etwas wärmeren Siedlungen, in denen sie zudem Futterstellen vorfinden könnten.

Spitzenreiter bei der diesjährigen Zählung war dem NABU zufolge erneut der Haussperling, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling und Amsel.