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Vorsicht

Bei jedem Stich am Weißdorn: Lebensgefahr!

Weißdorn: Ein paar blühende Äste der Pflanze am Busch. Im Hintergrund ist strahlend blauer Himmel.
Fritz Allinger - SVLFG
am Donnerstag, 02.06.2022 - 09:00

Die Stacheln von Weißdorn können jetzt im Frühsommer von Bakterien besiedelt werden. Sticht man sich, droht Gefahr!

Weißdorn ist eine beliebte Heckenstaude. Seine Stacheln können jetzt im Frühsommer von Bakterien besiedelt werden. Von ihnen droht Gefahr: Sie können eine Blutvergiftung auslösen. Wer Hecken schneidet, darf sich also nicht an Weißdornstacheln stechen. Blutvergiftungen sind immer lebensbedrohend. Oft führen sie zum Verlust von Gliedmaßen. Gerade Weißdorn-Stichverletzungen müssen sofort und gründlich behandelt werden. Wer sich dennoch am Weißdorn sticht, muss:

  • sofort zum Arzt oder zur nächsten Ambulanz gehen und dort
  • Dornenreste im Gewebe gründlich und vollständig entfernen lassen,
  • für eine Desinfektion und eine Versorgung mit Antibiotika sorgen,
  • die Stichwunde sorgfältig beobachten/überwachen.

Arbeitgeber haben eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Beschäftigten. Seit Jahren sucht die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft vergeblich nach Schutzhandschuhen, die Weißdorn-Stacheln sicher widerstehen. Es gibt hochwertige Schnittschutzhandschuhe, aber beim Schutz gegen Weißdorn-Stacheln versagt bisher jeder tragekomfortable Stichschutz-Handschuh.

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