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Wintersalat

Salate für die kalte Jahreszeit

Feldsalat im Boden.
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Redaktion Wochenblatt
am Mittwoch, 21.09.2022 - 15:40

Wer jetzt Jungpflanzen von Chinakohl setzt oder Feldsalat sät, darf sich auch im Spätherbst und Winter noch über Salat aus dem eigenen Garten freuen. Wir stellen weitere Salate vor, die trotz herbstlicher Temperaturen gut wachsen.

In den letzten Jahren konnten Gartler von einem langen Herbst profitieren. Warum? So hat man ein deutlich längeres Anbaufenster und kann die Beete jetzt noch nutzen, um Salate zu pflanzen und zu säen! Dann kann in der kalten Jahreszeit geerntet werden, wie die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie mitteilen. Außerdem schützt eine ganzjährige Bedeckung den Boden.

Ein Überblick der Wintersalate:

Chinakohl in zwei Reihen im Boden.
  • Chinakohl und Zuckerhut: Beim Abernten und Entfernen von Sommergemüsepflanzen wie Gurke, Zucchini oder Tomate entstehen Lücken, die sich nun problemlos mit Pflücksalat und Endivien sowie Batavia-Salat bepflanzen lassen. Manchmal findet man auch Chinakohl- und Zuckerhutpflanzen im Angebot. Durch anhaltende warme Temperaturen und Niederschläge wachsen die Pflanzen teilweise zu großen Köpfen heran. Chinakohl und Zuckerhut sind kälteverträglich und legen daher oft noch im November an Größe zu. Empfindlichere Pflücksalate und Endivien deckt man später bei drohendem Frost mit einem Vlies ab. Oft sind es dann nur wenige einzelne Nächte, die diese Maßnahme erfordern. Die Aussaat von Asia-Salaten und sogenannten Babyleafs ist ebenfalls noch möglich. Schon bald erscheinen junge frische Blättchen für die Ernte.
  • Spinat: Auch Spinat eignet sich als Nachkultur der Sommergemüse. Empfehlenswert ist hier das Aussäen in einer Reihe, um das Hacken und Unkrautjäten zu erleichtern. Alle 3 bis 5 cm kommt ein Saatkorn in die Rille. Bei mehreren Reihen auf dem Beet beträgt der Reihenabstand mindestens 25 cm, damit die Pflanzen genügend Abstand zueinander haben. Bis zum Erscheinen der Keimblätter hält man die Aussaat feucht. Falls das Saatgut schlecht keimt, kann es daran liegen, dass der Boden einen sehr hohen Humusanteil besitzt, was der Spinat nicht mag.
  • Feldsalat: Besonders beliebt ist Feldsalat, der den ganzen Herbst und Winter hindurch schmackhafte Blattrosetten bildet. Im September sät man entweder breitwürfig oder besser aber in Reihe, was die Pflegemaßnahmen im Beet erleichtert. Praktischer ist es, Feldsalat zu pflanzen. Hierfür wird der Feldsalat zunächst in kleine Töpfchen oder Erdwürfel gesät. Erscheinen junge Blätter, bekommt er seinen Platz im Beet. In vielen Gärtnereien kann man mittlerweile schon fertige Erdpresstöpfchen mit Jungpflanzen kaufen. Jede freie Beetlücke kann dann schnell mit jungem Feldsalat bestückt werden. Schon nach wenigen Wochen sind die Blattrosetten erntereif. Bis Mitte Oktober kann man noch ins Freie pflanzen, im Kleingewächshaus oft auch noch im November. Die Ernte der kleinen Blattrosetten erfolgt dann je nach Aussaat- bzw. Pflanztermin im Winter und im Frühjahr. Feldsalat benötigt wenig Platz, sodass sich auch Blumenkästen oder andere Gefäße zum Anpflanzen eignen. Sollte es strengen Frost im Winter geben, schützt eine Vliesauflage vor Schäden.
  • Kresse und Rauke: Es gibt weitere Gemüsearten, die nun leere Plätze im Beet einnehmen können. Schnelle Lückenfüller sind Gartenkresse und Salatrauke, aber auch Frühjahr- und Herbstsorten von Radieschen. Bedingt durch die kühler werdenden Tage und Nächte besteht nun auch die Chance, dass die Blätter ohne Löcher bleiben. Den Sommer über wurden die Blätter vom Erdfloh massiv zerfressen, da er sich bei trockener und heißer Witterung stark vermehrt.
Mit Material von Bayerische Gartenakademie
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