Gemüse

Puffbohnen: Bereits im März in den Garten säen

Puffbohnen-Kerne
Sophia Gottschaller
Sophia Gottschaller
am Montag, 15.03.2021 - 06:20

Frühstarter: Puffbohnen kann man ab einer Bodentemperatur von 5 °C säen und sie sind wenig anspruchsvoll.

Stangen- und Buschbohnen sind dafür bekannt, dass sie Wärme lieben und auf Kälte sensibel reagieren. Ganz anders verhalten sich dagegen Puffbohnen (Vicia faba). Die auch als Acker- oder Saubohne bekannte Kultur kann man bereits bei Bodentemperaturen von etwa 5 °C in den Garten säen.

Frühstart ist vorteilhaft

Die Pflanzen sind recht unkompliziert, nur mit Trockenheit und Hitze kommen sie nicht zurecht. Deshalb kommt ihnen eine frühe Aussaat entgegen, dann können sie im Frühjahr noch gut von der Bodenfeuchtigkeit zehren.

Am besten sät man direkt ins Beet, sobald der Boden abgetrocknet ist. Dafür zieht man etwa 5 cm tiefe Rillen und legt die Körner mit einem Abstand von 10 cm in der Reihe. Der Reihenabstand beträgt jeweils 80 cm. Nach der Saat gießt man kräftig an. Eine empfehlenswerte Sorte ist ‘Hangdown Grünkernig’.

Ab der Saat brauchen die Körner zwei bis drei Wochen, bis sie keimen. Puffbohnen muss man nicht stützen, anhäufeln erhöht allerdings die Standfestigkeit. In lang anhaltend trockenen Phasen sollte man gießen. Besonders bei warmer Witterung werden Puffbohnen häufig von der Schwarzen Blattlaus befallen. Bei leichtem Befall streift man die Läuse einfach mit den Fingern ab und zerdrückt sie. Sind die Triebspitzen schon ganz schwarz vor Blattläusen, bricht man sie besser aus.

Ernte ab Mitte Juli

Etwa ab Mitte Juli sind die Bohnenkerne schließlich erntereif. Man pflückt die Hülsen, wenn sich die Kerne im Inneren deutlich abzeichnen, aber noch weich sind. Die gepalten Bohnenkerne blanchiert man für 2 Minuten und verkocht sie danach oder friert sie ein. Fein schmecken die Kerne in deftigen Eintöpfen mit Speck und Bohnenkraut.

Beim Abräumen entfernt man nur Stängel und Blätter, die Wurzeln des Stickstoffsammlers bleiben im Boden. Er hinterlässt ein gut gelockertes und mit Nährstoffen angereichertes Beet. Im Anschluss kann man hervorragend Herbstsalate wie Zuckerhut oder Chinakohl anbauen, aber auch Pflücksalate oder Rettiche.

Ihr Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
blw digital iphone blw digital macbook
Hefttitelbild Printausgabe Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt