Blumen

Prachtvolle Blütensterne

Isolde Keil-VierheiligBayerische Gartenakademie
am Dienstag, 23.02.2021 - 08:08

Keine Wegwerfpflanze: Mit diesen Pflegetipps bringt man Amaryllis gut übers Jahr

Amaryllis

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, wird mit ihren großen Blütenknospen oft zu Weihnachten verschenkt. Aus ihnen entwickeln sich prächtige, sternenförmige Blüten. Während vor Jahren hauptsächlich Sorten mit roten Blüten auf dem Markt waren, hat sich das Angebot durch Züchtung stark verändert. Besonders weiße und andere helle Farben werden immer stärker angeboten.

Auch wenn die Pflanzen nur einmal im Jahr blühen und sich die restliche Zeit regenerieren, wirft man sie nach der Blüte nicht weg, sondern pflegt sie bis zur nächsten Blütezeit.

Pflege im Winter

Die angetriebenen Pflanzen stellt man am besten an einen hellen Platz im warmen Zimmer. Hat die Amaryllis einen Blütenstiel geschoben, gibt man der Pflanze wieder etwas mehr Wasser.

Große Zwiebeln können durchaus zwei kräftige Stiele mit je drei bis vier Blüten bilden. Wenn sich die Blumen gut entwickelt haben, werden die Pflanzen etwas kühler gestellt, denn bei etwa 17 °C halten die Blüten länger.

Bevor die welken Blüten abfallen, werden sie vorsichtig entfernt. Durch die intensive Farbe können Flecken auf dem Fensterbrett, an der Wand und Gardine entstehen.

Nach der Blüte schneidet man den kompletten Blütenstiel ab, so verhindert man die Ausbildung von Samen, in welche die Pflanze Kraft investieren würde. Zwischenzeitlich haben sich die riemenartigen grünen Blätter entwickelt.

Pflege im Sommer

Wenn die Blätter gut entwickelt sind, benötigt die Pflanze mehr Wasser und Nährstoffe. An einem luftigen und besonnten Fenster fühlen sich die Pflanzen wohl. Ab Mai können die Rittersterne auch im Freien stehen; am liebsten an einem halbschattigen Platz. Jede Woche werden sie leicht gedüngt.

Ab September gießt man die Amaryllis erst weniger und dann gar nicht mehr. Die Blätter vergilben und können, wenn sie braun und dürr sind, abgeschnitten werden. In der Ruhephase bei etwa 15 bis 17 °C bilden sich in der Zwiebel dann erneut die üppigen Blütenknospen.

Erneutes Antreiben

Im Zeitraum von November bis Februar werden die großen Zwiebeln in Töpfe mit etwa 14 cm Durchmesser gepflanzt. Die Größe des Topfes richtet sich nach der Zwiebelgröße, wobei um die Zwiebel herum noch etwa ein bis zwei Zentimeter Platz sein sollte.

Am besten verwendet man eine gut durchlässige Blumenerde, eventuell gemischt mit Bimskies, Lavasteinchen oder ähnlichem Material, auch Kübelpflanzenerde ist geeignet.

Beim Eintopfen sollte man darauf achten, dass die Zwiebel nicht zu tief gepflanzt wird. Ein Drittel oder die Hälfte sollte noch aus der Erde herausragen. Möchte man die Zwiebeln nicht umtopfen, kann alternativ auch nur die obere Erdschicht erneuert werden.

Nun gießt man nur wenig an und achtet darauf, dass lediglich so viel Feuchtigkeit in der Erde erhalten bleibt, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Erst wenn sich in der Mitte der Zwiebel ein neuer Blütentrieb bildet, ist regelmäßiges Gießen wichtig.

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