Landleben

Die Kunst der Verwandlung

Radl
Karin Stern/SG
am Mittwoch, 22.07.2020 - 09:00

Gartengestaltung: Neues Leben für alte Dinge.

Bett

Bei dieser Form der Recycling-Deko im Garten ist Fantasie gefragt: Nur so wird aus alten, ausrangierten oder sogar kaputten Dingen wieder etwas Schönes oder sogar Nützliches. Fündig wird man in der Scheune, auf dem Dachboden, im Keller oder Geräteschuppen, manchmal auch auf dem Flohmarkt. Diese Orte beherbergen so manchen Schatz, der sich ganz unkompliziert heben lässt.

Oft verbindet man mit dem einen oder anderen Fundstück sogar eine schöne Erinnerung, über die man sich künftig öfter freuen wird. Wir präsentieren einen kleinen Ideenkatalog für Recycling-Deko.

Das alte Bettgestell wird zum Hochbeet

Das alte Metallbettgestell der Oma verwandelt sich zum Beispiel in ein attraktives, zwei Quadratmeter großes „Hochbeet“. Mitten im Vorgarten oder adrett ins Staudenbeet integriert, steigt es vom Wegwerfkandidaten zum Schmuckstück auf. Bodendeckende Pflanzen sorgen schließlich für das „Bettzeug im Flower-Look“. Sie brauchen dafür einen entsprechenden Unterbau, der am besten mit einem Wasserablauf versehen ist.

Auch das rostige Rad ist schon im Ruhestand. Den verbringt es in einem Meer aus Storchschnabel, der an einem schattigen Plätzchen den Boden bedeckt.

Fass

Herrlich nostalgisch wirken alte Wasserfässer aus Metall, die früher als Tränke auf der Weide dienten. Sie eignen sich als Behälter für gesammeltes Regenwasser. Die sicher praktischen, aber optisch wenig attraktiven grünen oder durchsichtigen Kunststofftonnen können da bei weitem nicht mithalten.

Optimal ist, das Wasserfass so aufstellen, dass es direkt an die Regenrinne angeschlossen werden kann. Die Wasserentnahme erfolgt ganz einfach über die untergestellte Gießkanne. Sollte der Unterbau des Wasserfasses nicht mehr herzurichten sein, wird es ganz einfach aufgebockt.

Werkzeugkasten

Zum ungewöhnlichen Pflanzgefäß wird dagegen der ausrangierte Werkzeugkasten. Aufgeklappt und mit Sukkulenten bepflanzt, macht er nochmal so richtig was her.

Damit die Hauswurzen nicht unter Staunässe leiden, bohrt man entweder in den Boden des Werkzeugkasten Abzugslöcher oder man füllt eine dicke Schicht Blähton als Drainage ein.

Nicht nur Metallisches, auch Holz und Ton eignen sich für die Wiederverwertung im Garten. In die Jahre gekommene, morsche Holzleitern, die nicht mehr trittsicher sind, müssen nicht auf den Müll wandern. Sie dienen noch als dekorative Kletterhilfen für Klematis, Ramblerrosen oder einjährige Kletterpflanzen.

Findet man eine alte Klappleiter, kann man diese in den Gemüsegarten stellen. An den offenen Seiten bringt man Baustahlgitter passend an und schon hat man die Leiter in ein dekoratives Gerüst für Stangenbohnen oder Duftwicken verwandelt.

Scherben

Selbst Scherben finden noch Einsatz im Garten: Geht ein Tontopf mal zu Bruch, kann man größere Scherben sehr gut zum Abdecken des Wurzelbereiches von Klematis verwenden. Die Pflanzen schätzen zwar einen sonnigen Standort, legen jedoch Wert auf „kalte Füße“. Alternativ kann man die Scherben mit etwas Substrat befüllen und ganz unkompliziert Hauswurzen darin wachsen lassen.