Blumendeko

Freudige Blütengesichter

Auf einer Bank stehen Kübel mit Blumen. Sie sind gelb, lila.
Karin Stern
am Sonntag, 07.03.2021 - 08:20

Wenn Gärtnereien jetzt Hornveilchen oder Stiefmütterchen anbieten, greift man zu. Denn wer in ihre Blütengesichter blickt, muss automatisch lächeln.

Die pflegeleichten Hornveilchen und Stiefmütterchen bringen derzeit viel Farbe in Topf und Rabatte. Der Handel bietet Sorten mit großen und kleinen Blüten an, außerdem Formen die eher in die Breite wachsen oder überhängen.

Beim Farbspektrum von Hornveilchen und Stiefmütterchen ist für jeden Geschmack etwas dabei, von weiß bis fast schwarz, teils auch mehrfarbig mit Flammung, Streifen oder Flecken. Da sollte man zugreifen, denn kühle Frühjahrsnächte machen den Pflanzen nichts aus, die uns im Garten einen bunten Frühlingsauftakt bescheren.

Düngergabe wird mit reicher Blüte belohnt

Gleichgültig ob Stiefmütterchen oder Hornveilchen – ein gut mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgter Boden oder eine hochwertige Blumenerde sind unverzichtbar. Die Pflanzen danken es, wenn man sie nach dem Kauf in einen größeren Topf pflanzt. Generell vertragen beide Arten kühle Nächte gut, die Frosthärte unterscheidet sich aber von Sorte zu Sorte. Ist starker Frost angekündigt, kann man die Töpfe zur Sicherheit an einen hellen, frostfreien Ort stellen.

Standort nicht in der prallen Sonne

Beide Dauerblüher bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, vertragen jedoch keine pralle Sonne. Für eine Flüssigdüngung im Abstand von zwei Wochen bedanken sie sich mit vielen neuen Blüten. Meist erholen sich die Pflanzen recht schnell, wenn das Gießen einmal vergessen wurde. Verblühtes putzt man regelmäßig aus.

Stiefmütterchen wirken in Gruppen oder flächig auf Beeten und in Rabatten sehr schön, besonders in Kombination mit anderen Frühjahrsblühern oder Zwiebelblumen. Sie geben aber auch im Kübel oder als Unterpflanzung eine gute Figur ab. Die Pflanzen sind leider nur zweijährig, das bedeutet man muss sie regelmäßig neu kaufen oder selbst ansäen. Der Vorteil, wenn man selbst sät: Die Pflanzen sind unempfindlicher gegen Frost.

Hornveilchen: Überhängend in Ampeln

Hornveilchen werden bevorzugt im Frühjahr gepflanzt, an halbschattigen Standorten fällt die Blüte etwas spärlicher aus. Überhängend wachsende Sorten sehen in Ampeln attraktiv aus, auf Beeten und in Rabatten wirken Gruppenpflanzungen am schönsten.

Manche Sorten samen aus und sorgen so praktischerweise für Nachwuchs, andere hingegen vermehrt man regelmäßig durch Teilung oder Stecklinge. Ihre Lebensdauer ist recht unterschiedlich: Einige robuste Sorten der Hornveilchen überdauern jahrelang im Steingarten, andere hingegen sind weniger ausdauernd und nur für die Kübelkultur geeignet. Deshalb erfragt man am besten beim Gärtner die passenden Sorten für die individuellen Gegebenheiten.

Hornveilchen oder Stiefmütterchen?

Ein blau, lila, gelbes Stiefmütterchen. Die dunkle Färbung in der Mitte sieht aus wie ein Gesicht.

Beide Arten sehen sich zwar recht ähnlich und gehören auch zur gleichen Familie, dennoch gibt es Unterschiede. So ist das Hornveilchen (Viola cornuta) frosthart und kann als kurzlebige Staude durchaus einige Jahre lang im Garten blühen. Das Stiefmütterchen (Viola x wittrockiana) hingegen ist eine zweijährige Pflanze, die teils auch einjährig gezogen wird.

Stiefmütterchen verdanken ihren Namen dem Aussehen der Blüte. Das vordere Blatt symbolisiert die Stiefmutter, direkt dahinter stehen die beiden Töchter und etwas im Hintergrund halten sich die Stieftöchter auf. Insgesamt sind die Blüten der Stiefmütterchen meist größer als die Blüten der Hornveilchen. Das ist bei Regenwetter ein Vorteil, da die Blüten länger schön bleiben. Durch Züchtung sind allerdings die optischen Grenzen zwischen Stiefmütterchen und Hornveilchen verwischt, bei vielen Pflanzen ist eine eindeutige Zuordnung auf den ersten Blick nicht mehr möglich.

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