Gesundheit

Drei neue FSME-Risikogebiete in Bayern

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 15.02.2019 - 12:59

In Bayern steigt die Zahl der Risikogebiete für die Virusinfektion Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

FSME

Konkret hat das Robert Koch-Institut jetzt drei neue FSME-Risikogebiete in Bayern bekannt gegeben. Es handelt sich um die oberbayerischen Landkreise Landsberg am Lech und Garmisch-Partenkirchen sowie um die schwäbische kreisfreie Stadt Kaufbeuren. Damit sind nun in Bayern 91 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte FSME-Risikogebiet.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml  warb deshalb dafür, sich gegen FSME impfen zu lassen. Zwar beginne die Zeckensaison in der Regel erst im Frühjahr. Bei milden Temperaturen könnten die Zecken aber auch vorher aktiv sein. Eine Impfung sei daher schon jetzt sinnvoll.

Die Zahl der FSME-Fälle in Bayern war im Jahr 2017 mit 234 Fällen auf den bisherigen Höchststand gestiegen. Für das Jahr 2018 wurden dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bislang 224 FSME-Fälle übermittelt. Die endgültige Bilanz wird erst für März erwartet, da noch nicht alle Ermittlungen seitens der Gesundheitsämter abgeschlossen sind.

Zecken können nicht nur FSME-Viren übertragen, sondern auch Borrelien. Dem LGL zufolge wurden 2018 deutlich mehr Lyme-Borreliose-Erkrankungen bei Menschen in Bayern gemeldet als in den Jahren davor. Konkret wurden im Meldejahr 2018 4.993 Fälle übermittelt - im Vorjahr waren es noch 3.536 Fälle. Gegen die Lyme-Borreliose schützt keine Impfung, sie kann aber gut mit Antibiotika therapiert werden.