Impfpriorität

Corona-Impfung: Jetzt sind die Bauern an der Reihe

Impfpriorität
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 03.05.2021 - 11:06

Die Landwirtschaft zählt zur kritischen Infrastruktur. Hier tätige Personen stehen in der Impfberechtigung nun ganz oben.

Die Impfreihenfolge orientiert sich in Deutschland an Priorisierungsgruppen. Die wichtigsten Kriterien sind Alter, Vorerkrankungen und berufliche Tätigkeit. Die besonders hoch eingestuften Risikogruppen der über 80- (Priorität 1) und der über 70-Jährigen (Priorität 2) ist weitgehend abgearbeitet.

Jetzt ist die dritte Priorisierungsgruppe dran. Darunter fallen zum einen die über 60-Jährigen, zum anderen Personen, die in besonders relevanter Position tätig sind. Dazu zählen Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen. Sie haben nun Anspruch auf Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität (dritte Priorisierungsgruppe) gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 5 CoronaImpfV., wie eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt auf Anfrage mitteilte.

Um in die Impflisten aufgenommen zu werden, ist eine Registrierung nötig. Erst dann ist man den Behörden als Impfwilliger bekannt und es kann nach Priorisierung vorgegangen werden.

Welche Belege erforderlich sind

Der (priorisierte) Anspruch auf die Schutzimpfung ist vom Impfwilligen gegenüber dem Impfzentrum oder dem Mobilen Impfteam in geeigneter Form nachzuweisen, beispielsweise durch Personalausweis, ärztliche Atteste, Bescheinigungen der Einrichtung oder des Arbeitsgebers (§ 6 Abs. 4 CoronaImpfV).

Bereits bei der Registrierung und Terminvereinbarung im Bayerische Impfmanagement gegen Corona (Bayimco), wird der Impfwillige darauf hingewiesen, dass für die angegebenen Priorisierungsgründe Nachweise erforderlich sind, die beim Impftermin im Impfzentrum vorzulegen sind. Nur wenn geeignete Unterlagen vorgelegt werden, kann eine Impfung erfolgen.

Ein Nachweis im Bereich der Ernährungswirtschaft ist durch die Vorlage staatlicher beziehungsweise (sozial-) versicherungsrechtlicher Dokumente möglich, die den Impfling als hauptberuflichen Landwirt ausweisen.

In den Landkreisen kommt es zu Unterschieden in den Impffortschritten, allerdings wird in den Landkreisen auch bereits in Priogruppe 3 geimpft.