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Vorsicht!

Alpha-Chloralose: Lebensgefahr für Hunde und Katzen

Feigänger-Katze: Eine Katze läuft auf einem Pflasterweg entlang, der schon stark mit Moos bewachsen ist. Sie schaut ertappt in die Kamera.
Ilka Mittendorf
am Donnerstag, 23.06.2022 - 08:30

Das chemische Bekämpfungsmittel alpha-Chloralose kann lebensgefährlich für Hunde und Katzen sein. Darauf sollten Haustierbesitzer achten.

Alpha-Chloralose, ein Kondensationsprodukt aus dem Narkosemittel Chloralhydrat und Glukose, wird seit einiger Zeit vermehrt als chemisches Bekämpfungsmittel gegen Nager und Vögel eingesetzt. Es ist im Handel, meist mit Mehl oder Getreide vermischt oder als Paste verarbeitet, in Köderform erhältlich. Nach Herstellerangaben sollen Köder nur während der kalten Jahreszeit ausgelegt werden und in geschlossenen Räumen verwendet werden, zu denen andere Tiere und Kinder keinen Zugang haben.

Entwischen die vergifteten Nagetiere jedoch oder werden die Köder auch Außen ausgelegt, stellen sie eine tödliche Gefahrenquelle für Katzen, Hunde und andere Tierarten dar. Darauf weisen der Bundesverband Praktizierender Tierärzte und die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hin.

Auch vergiftete Mäuse sind tödlich für Katzen

Bei einer Hauskatze mit einem durchschnittlichen Gewicht von vier Kilogramm wären zehn Gramm Köder genug, um die tödliche Dosis zu erreichen. Diese Menge kann sich bereits im Magen einer vergifteten Maus befinden.

Erste Symptome einer Vergiftung mit alpha-Chloralose sind nach 30 Minuten bis vier Stunden zu erwarten. Sie können sich in hoher Erregbarkeit, Krämpfen, Muskelzittern, Bewegungsstörungen, vermehrter Speichelfluss (v. a. beim Hund), verengten Pupillen, Abgeschlagenheit bis hin zum Koma und Atemnot äußern.

Besonders gefährdet sind Freigängerkatzen

Unbehandelt kann die Vergiftung zum Tod führen. Besonders gefährdet sind Freigängerkatzen, da sie eher zu spät oder gar nicht gefunden werden.

Besteht der Verdacht, dass ein Tier alpha-Chloralose aufgenommen hat, oder zeigt es entsprechende Vergiftungssymptome, sollte es umgehend in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden. Dort leiten Tierärzte schnellstmöglich geeignete Maßnahmen zur Behandlung ein.

Mit Material von Bundesverband Praktizierender Tierärzte und Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz
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