Entspannung

Wellness für daheim

Sigrid Tinz
am Samstag, 30.01.2021 - 08:00

Nach einem anstrengenden Tag ist es herrlich, sich abends in die Wanne zu legen. Mit selbst gemachter Naturkosmetik wird daraus Wellness. So eine Auszeit entspannt die Muskeln und macht den Kopf frei für erholsamen Schlaf.

Gerade jetzt, da coronabedingt keiner in die Sauna kann, sorgt ein Wannenbad nach einem langen Tag für Entspannung. Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Warmes Wasser und wohlriechender Duft tun deshalb immer auch der Seele gut. Die perfekte Badezeit dauert 15 bis 20 Minuten, sonst wird das Wasser kalt und die Haut schrumplig.

Damit es ein richtiges Spa-Erlebnis wird: Bereiten Sie alles vor, reservieren Sie das Badezimmer für sich und nehmen Sie sich etwas Zeit, ohne Tablet, Telefon und Co. Zünden Sie Kerzen an, suchen Sie sich schöne Musik und gönnen Sie sich auch von innen ein bisschen Genuss. Ein feiner Tee, ein Smoothie oder auch ein leichter Cocktail und ein Glas Wasser und vielleicht sogar kleine Leckereien steigern das Wohlfühlerlebnis.

Pflege aus der Küche

Drei Gefäße aus Glas. Sie sind gefüllt mit Milch, Honig und grobem Meersalz.

Für Wellness daheim kommen auch die Pflegeprodukte aus der Küche. Ein Bad in Milch war schließlich schon in der Antike „in“ und Naturkosmetik liegt absolut im Trend. Seit Jahrtausenden, vielleicht sogar seit Jahrmillionen verwenden wir Menschen Blumen, Hölzer, Öle und Kräuter für die Körperpflege, um schöner, gesünder und gepflegter zu sein. Vor allem Milch galt als Schönheitselixier, egal ob von Schaf, Ziege, Pferd, Esel, Büffel oder Kuh.

Ziegenmilch beispielsweise enthält viel Vitamin A, B1, B2, C und D. Ihre Inhaltsstoffe tun auch der Haut gut. Kosmetik aus Ziegenmilch wirkt rückfettend und spendet Feuchtigkeit. Das behagt zarter Babyhaut genauso wie „reifer Haut“ und wirkt auch bei Rötungen und Ausschlägen lindernd. Schafmilch enthält anteilig mehr Milchfett und damit auch besonders viele hochwertige Fett- und Aminosäuren. Kosmetik aus Schafmilch ist deshalb noch reichhaltiger. Schafmilchseife ergibt einen üppigen, cremigen Schaum, der schon beim Waschen die Haut gleichzeitig pflegt.

Baden wie einst Kleopatra

  • Für ein Bad a là Kleopatra braucht man 1 l Milch, 2 El Meersalz und 200 g Bienenhonig. Die Milch in einem Topf erwärmen und darin den Honig auflösen. Das Salz dazugeben und die Mischung mit dem Badewasser in die Wanne laufen lassen. Die Haut nach dem Bad nicht abtrocknen, sondern nur abtupfen und den Rest einmassieren.
  • Nicht nur den Badezusatz, auch das Shampoo kann man selber machen. Als Ausgangsprodukt bietet sich Milchseife an. Für ein Shampoo zweigt man ein paar Raspeln Seife ab, etwa einen Esslöffel voll. Zusätzlich braucht man zwei Löffel Kräuter. Für die Haare sind Brennnessel oder Melisse ideal. Die gibt man in eine Tasse, übergießt sie mit heißem Wasser und lässt sie etwas ziehen, bevor man die Seifenraspeln darin auflöst.
  • Für spröde Haare 1 Ei aufschlagen, mit 1 TL Honig und 1 TL Öl verquirlen und ins feuchte Haar massieren, kurz einwirken lassen und auswaschen. Als Spülung eine Tasse abgekühlten starken Espresso (für dunkle Haare) oder eine Mischung aus dem Saft einer Zitrone und einer halben Tasse kalten Kamillentee (für helle Haare) 15 min einwirken lassen und ausspülen.
  • Für fettige Haare den Saft von 1/2 Zitrone mit 3 EL Naturjoghurt mischen und in die Haare einmassieren, danach auswaschen. Als Spülung danach 3 EL Meersalz, aufgelöst in einem Glas Wasser, 15 Minuten einwirken lassen. Dann auswaschen.
  • Kamillensud auf Baumwollläppchen hilft gegen Augenringe. Ein mit Wasser zu einer Paste aufgekochter Leinsamen macht die Haare schön wie ein Conditioner. Zitronensaft desinfiziert Pickel. Zucker oder Salz zusammen mit einem guten Öl ergibt ein tolles Peeling.
  • Für raue, wintertrockene Lippen: Joghurt mit etwas Honig und Öl zu einer streichfähigen Paste vermischen, auftragen und 15 Minuten einwirken lassen.
  • Der Vorteil dabei: Frisch gemacht und schnell verbraucht, sind Konservierungsstoffe und sonstige Zutaten, die in Kosmetikprodukten Verwendung finden, nicht nötig. Alles ist mikroplastikfrei und ohne Verpackung, weil es in der Küche angerührt wurde.
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