Experiment

Oobleck: Mit Maisstärke spielerisch Physik lernen

Maisstärke eignet sich für einen physikalischen Versuch, bei dem nicht nur Kinder viel Spaß haben.

am Donnerstag, 15.04.2021 - 15:37

Maisstärke und Wasser werden vermischt und eine sogenannte nichtnewtonsche Flüssigkeit hergestellt, die ihren Zustand wechselt von zähflüssig bis fest – je nachdem, wieviel und wie ruckartig Druck ausgeübt wird. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach.

Die Bezeichnung Oobleck stammt aus dem Kinderbuch „Bartholomäus und der Oobleck“: ein Bub muss sein Königreich vor einer klebrigen grünen Substanz namens „Oobleck“ retten.

 

So wird die Masse hergestellt

  • 2 Teile Maisstärke und 1 Teil Wasser werden langsam gemischt.
  • Dabei die Maisstärke in kleinen Portionen in einen Behälter mit Wasser einrühren.

Solange langsam und sanft gerührt wird, bekommt man eine zähe Flüssigkeit. Sobald aber Druck ausgeübt wird, z. B. indem man die Masse zwischen zwei Händen fest drückt, wird daraus ein Klumpen; er wird erst wieder schleimig-flüssig, wenn man den Klumpen eine Weile auf der offenen Hand liegen lässt.

Physik einfach erklärt

Es ist sogar möglich, auf einer entsprechend großen Menge dieser nichtnewtonschen Flüssigkeit zu laufen oder zu hüpfen. Das Prinzip hinter dem Experiment: bei Druck auf den Wasser-Stärke-Brei wird das zwischen den Stärkemolekülen befindliche Wasser herausgepresst, die Stärketeilchen verhaken sich ineinander zu einem Klumpen, lösen sich aber wieder voneinander und lassen wieder Wasser dazwischen, wenn der Druck nachlässt.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Am besten aber im Freien bei schönem Wetter, es ist nämlich ein ziemliche Batzerei.

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