Allerseelen

"Letzte Hilfe" - Kurse auch über die Landfrauen

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Externer Autor
am Freitag, 30.10.2020 - 14:45

Das Kursangebot „Letzte Hilfe“ ist auch für die Landfrauen im BBV ein Thema, schließlich sind sie mit ihren Veranstaltungen ganz nah dran an den Menschen am Land.

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Im diesjährigen Seminar der Kreisbäuerinnen wurde „Letzte Hilfe“ vorgestellt. Eine der ersten Ortsbäuerinnen, die einen Kurs organisiert hat, ist Rosmarie Rauscher aus Nandlstadt (Lks. Freising, Obb.). Die Bäuerin ist von den Kursinhalten und vom Kursablauf angetan – so wie alle anderen insgesamt 25 Teilnehmerinnen im Alter von 40 bis 80 Jahren.

Das Resümee von Rosmarie Rauscher: „Uns wurde die Angst genommen, daheim hilflos neben dem Sterbenden zu stehen. Man hat ja Angst, etwas falsch zu machen und lässt deshalb den Sterbenden ins Krankenhaus bringen. Durch den Kurs haben wir entscheidende Hinweise bekommen, wie man einen Menschen daheim bis zuletzt begleiten kann.

Tipps von erfahrenen Menschen

Eine Krankenschwester hat ganz praktische Tipps gegeben, dass zum Beispiel Sterbende gerne Eis lutschen, dass man ihnen alles zu essen und zu trinken geben darf, was sie gerne mögen und es nicht mehr darum geht, ob etwas gesund ist oder nicht. Man soll den Sterbenden auch nicht zum Trinken drängen oder gar zwingen.

Die theoretischen Grundlagen vermittelte im Kurs eine erfahrene Frau vom Hospizverein. Sie hat auch ganz konkrete Hinweise gegeben, woher man professionelle Hilfe bekommt, welche Unterstützung es gibt, damit der Sterbende keine Schmerzen erleiden muss, was Palliativ-Teams leisten können und wie man als Angehöriger unterstützt wird.

Der Kurs wurde von allen Teilnehmerinnen als sehr wertvoll empfunden, er hat drei Stunden gedauert, pro Teilnehmerin 15 € gekostet und wurde im Nebenraum einer Gaststätte durchgeführt.“