Gewaltfreie Erziehung

Klarheit statt Strafen

Ein Mädchen steckt einer Frau frech die Zunge raus. Die beiden sitzen auf dem Boden und spielen. Im Hintergrund sieht man noch zwei weitere Kinder.
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Redaktion Wochenblatt
am Sonntag, 30.05.2021 - 06:20

Das Leben mit Kindern ist schön, aber auch ganz schön anstrengend – gerade jetzt in Zeiten von Corona. Da fällt es nicht immer leicht, ruhig zu bleiben. Doch von einer Erziehung ohne Schimpfen und Bestrafen profitieren auch die Eltern.

Seit 20 Jahren gibt es für Kinder das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Mit Gewalt sind Verletzungen des Körpers und der Kinderseele gemeint. Wir sprachen mit der Autorin und Mutter von vier Kindern: Nora Imlau. Sie beschreibt in ihren Büchern eine bindungsorientierte Elternschaft, die im turbulenten Familienalltag auf Klarheit statt Strafen setzt.

Mehr Beziehung in der Erziehung

Ein Porträt der Frau Nora Imlau. Sie hat rötliche Haare, die ihr gelockt über die Schultern fallen. Sie trägt ein türkisfarbenes Oberteil. Sie lacht herzlich und trägt eine große Runde Brille.

Ist ein Kind gestresst oder erfährt es Schmerz, dann schaltet es in den Panikmodus. Das Kind hat Angst und gehorcht nur deshalb. Diese Angst, etwas falsch zu machen, bleibt oft ein Leben lang. Strafen sollten deshalb tunlichst vermieden werden. 

Norma Imlau rät daher zu Beziehung statt Erziehung: "Die stärkste Kraft, die wir in unserer Familie haben, ist unserer Beziehung, dass wir miteinander verbunden sind und es uns nicht egal ist, wie es dem anderen geht.", sagt sie. 

Weiterhin hält Imlau viele Tipps bereit. Etwa wie Eltern es schaffen ihre Autorität nicht zu verlieren. Denn zwischen autoritär sein und Autorität haben gibt es einen Unterschied: "Kinder sehnen sich nach Figuren in ihrem Leben, die ihnen Halt und Hilfe geben, sich im Alltag zurecht zu finden." Zudem erklärt die Autorin und Mutter wie man Kindern auch ohne Schimpfen Regeln und Grenzen aufzeigt oder wie man sich verhalten soll, wenn man als Elternteil selbst gestresst oder überfordert ist. Gleichzeitig gibt sie aber auch zu: "Ich glaube nicht, dass es möglich ist, alles perfekt und richtig zu machen in der Erziehung."

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