Spiel und Spaß

Drei Spiele für Draußen basteln

Drei Spiele werden vorgestellt. Links Drei-Gewinnt mit Steinen auf einer Baumscheibe, diese liegt auf dem Rasen. Rechts oben Straßenmalkreiden auf Pflaster. Rechts unten drei Pustestäbe für Riesenseifenblasen.
Carmen Knorr
Carmen Knorr
am Donnerstag, 29.07.2021 - 16:08

Seifenblasen, Straßenmalkreide und Drei-Gewinnt: Wir zeigen drei Anleitungen für Sommerspielklassiker zum Selbermachen – inklusive einem Rezept für eine ideale Seifenlauge.

Spielzeug muss man nicht immer kaufen. Es macht gleich doppelt so viel Spaß, wenn man es selber herstellt. Kinder können dabei von Anfang an mitmachen. Wir zeigen drei Anleitungen für Klassiker, die auch Erwachsenen noch Spaß machen. Das Beste daran: Das Bastelzubehör haben die meisten ohnehin daheim. Los geht es mit Riesen-Seifenblasen, Straßenmalkreide und Drei-Gewinnt.

Straßenmalkreide in jeglicher Form undFarbe

Straßenmalkreiden02-Boden-test

Man braucht:

  • Modelliergips,
  • Wasser,
  • Farben (Lebensmittelfarben, Temperafarben oder Acrylfarben),
  • Mischbehälter
  • Löffel
  • entweder Silikonförmchen
  • oder leere Klopapierrollen, Kreppband, Backpapier, Schere und Gefrierbeutel.

 

Straßenmalkreide01-Papierröllchen

So geht es:

Wer die typische Straßenmalkreide-Form nachmachen möchte, sollte leere Klopapierrollen der Länge nach aufschneiden und etwas enger wieder mit Kreppband zusammenkleben. Die untere Öffnung komplett mit Kreppband schließen. Passende Stücke aus Backpapier zuschneiden und gerollt in die Papprolle geben.

Für die Kreidemasse Gips nach Packungsanleitung anrühren. Farbe nach Belieben hinzugeben und alles gut verrühren. Welche Farbe sich am besten eignet, zeigen wir in unserem Youtube-Video (siehe unten).

Wer sich für die Variante mit den Papprollen entschieden hat, sollte die Masse etwas fester anrühren. So kann man sie in einen Gefrierbeutel füllen, davon eine Ecke abschneiden und wie mit einem Spritzbeutel beim Backen die Masse in die Pappröllchen füllen. Zwischendurch die Röllchen immer wieder auf den Tisch klopfen, damit die Luftbläschen entweichen und sich die Kreidemasse setzt. Falls man die Kreide in Silikonförmchen gießt, sollte die Gipsmasse etwas flüssiger sein.

Die gegossenen Kreideteile sollten mindestens 10 – 12 Stunden trockenen. Die Kreide aus den Silikonförmchen kann schon nach etwa 2 h vorsichtig aus den Förmchen geholt werden, dann trocknet sie gleichmäßiger und schneller. Die Kreide in den Röllchen sollte nicht vor Ende der Trocknungszeit herausgeholt werden. Sobald alles trocken ist, kann losgemalt werden.

 

Drei-Gewinnt oder Marienkäfer gegen Biene

Drei-Gewinnt-Holzscheibe

Man braucht:

  • Eine Holzscheibe,
  • 12 etwa gleich große Steine,
  • Acrylfarben in Rot, Gelb und Schwarz,
  • Pinsel
  • Klarlack.

So geht es:

Auf die Holzscheibe ein Raster mit Drei-mal-Drei Kästchen aufmalen. Die Hälfte der Steine als Marienkäfer anmalen. Dafür zuerst mit Rot grundieren und mit Schwarz den Kopf und die Punkte aufmalen. Die andere Hälfte der Steine als Bienen bemalen. Dafür mit Gelb grundieren und mit Schwarz die Streifen und den Kopf aufmalen. Nachdem die Farbe getrocknet ist, die Steine rundherum mit Klarlack einstreichen oder besprühen. So werden sie wetterfest und die Farbe geht nicht so leicht ab. Wer mag, kann auch die Baumscheibe mit Klarlack überziehen. Sobald alles getrocknet ist, beginnt der Spielspaß.

Die Regeln:

Ein Spieler bekommt die Marienkäfer, ein Anderer die Bienen. Der jüngste Spieler beginnt und legt seinen ersten Stein auf eines der Kästchen. So geht es nun abwechselnd weiter. Es gewinnt der Spieler, der es schafft, entweder waagerecht, senkrecht oder diagonal eine Linie mit drei gleichen Steinen zu bilden. Beim nächsten Spiel darf der Verlierer des vorherigen Spiels beginnen. Viel Spaß!

 

Handlicher Pustestab für Riesen-Seifenblasen

Die drei gebauten Pustestäbe liegen auf dem Pflaster.

Man braucht:

  • Ast, Stock oder Rundholz mit etwa 2 cm Durchmesser,
  • Säge,
  • Holzbohrer (5 mm),
  • Heißkleber,
  • Aludraht mit 1,6 mm Stärke,
  • Seitenschneider,
  • Stoffreste.

 

Seifenblasen01-Pustestab

So geht es:

Von Ast, Stock oder Rundholz etwa 10 – 15 cm lange Stücke absägen. An der Oberseite mittig ein 2 – 3 cm tiefes Loch bohren. Ein beliebig langes Stück Draht mit dem Seitenschneider abknipsen und ihn zu einem Kreis formen. An der Unterseite etwa 6 cm an beiden Enden gerade lassen. Diese Enden nun mit Heißkleber in das gebohrte Loch stecken und kurz warten, bis der Kleber fest ist.

Seifenblasen02-Pustestab

Aus den Stoffresten Streifen mit einer Breite von je 1 cm zuschneiden. Diese Streifen nun, von unten angefangen, um den Aludraht wickeln. Dabei immer wieder etwas Heißkleber auf den Draht geben. Achtung: Der Draht wird dabei sehr heiß.

Seifenblasen03-Stoffstreifen-zusammenkleben

Kurz vor dem Ende eines Stoffstreifens einen neuen ankleben und weiterwickeln. Am Ende den Stoffstreifen kürzen und mit einem Klecks Heißkleber befestigen. Fertig ist der Pustestab für Riesen-Seifenblasen.

 

 

 

 

 

Seifenlauge für Riesen-Seifenblasen

Eine Hand zieht eine große Seifenblase durch die Luft. Sie nutzt dafür den selbstgebauten Pustestab. Im Hintergrund ist das Bild sehr grün von der Wiese und blau vom Himmel.

Zutaten:

  • 1 Liter kaltes Wasser,
  • 2 EL Kleister,
  • 1 Stück Traubenzucker,
  • 75 ml Spülmittel.

Zubereitung:

In einer großen Schüssel oder Wanne den Kleister im kalten Wasser mit dem Traubenzucker auflösen. Am einfachsten geht das mit einem Schneebesen. Zuletzt nur noch das Spülmittel einrühren. Nicht mehr allzu stark rühren, damit nicht so viele Bläschen entstehen.

Tipps:

Mit einfachem (nicht Super-) Kleister auf der Basis von Methylcellulose (Tylose) entstehen bessere Seifenblasen. Beim Spülmittel ebenfalls auf ein möglichst konzentriertes zurückgreifen. Wer viel Geduld hat oder den Seifenblasenspaß vorausschauend plant, sollte die Mischung über Nacht stehen lassen. So lösen sich die Bläschen an der Oberfläche auf, die durch das Rühren entstanden sind. Die größten Seifenblasen bekommt man bei bewölktem Himmel hin, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Bei heißem, trockenen Wetter, platzen die Seifenblasen schneller.

 

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