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Vorweihnacht

Adventskalender: Glücksmomente im Schraubglas sammeln

Glücksmomente im Glas: Jeden Tag nimmt man sich am Abend kurz Zeit und schreibt einen schönen Moment auf. Diese Zettel sammelt man im Glas.
Sophia Gottschaller
Sophia Gottschaller
am Mittwoch, 16.11.2022 - 16:04

Diese Adventskalender funktionieren andersherum: Man nimmt nichts heraus, sondern füllt sie im Dezember täglich mit einem schönen Erlebnis. An Weihnachten darf man sich über die gesammelten schönen Momente freuen.

Freude an der Sprosse: An der selbst gebauten Leiter kann man jeden Tag ein Fundstück, einen Spruch, ein Bild ... befestigen.

Die Zeit bis Weihachten verkürzen – das war ursprünglich der Gedanke eines Adventskalenders. Deshalb durften sich Kinder ab dem ersten Dezember jeden Tag ein kleines Geschenk aus dem Kalender nehmen. Warum diesmal nicht einen Kalender jeden Tag im Dezember mit einem schönen Moment oder einem besonderen Fundstück füllen?

Diese Idee hatten die Studierenden der Landwirtschaftsschule Roth, Abteilung Hauswirtschaft vom letztjährigen Jahrgang. An Weihnachten darf man sich dann zusammen mit der Familie oder für sich selbst über die gesammelten Erinnerungen und Fundstücke freuen.

Glücksmomente im Schraubglas sammeln

Der Adventskalender im Schraubglas ist besonders leicht zu basteln. Man braucht dafür nur ein größeres Schraubglas, das man schön bemalt oder mit einer Schleife schmückt. Zudem benötigt man Papier, einen Stift und jeden Abend etwas Zeit.

Er funktioniert so: Ab dem ersten Dezember nimmt man sich jeden Abend zusammen mit den Kindern oder ganz für sich selbst etwas Zeit, um über den Tag nachzudenken. Bei den Kindern kann man mit Fragen etwas nachhelfen:

  • Was hat dir heute besonderen Spaß gemacht?
  • Worüber musstest du heute lachen?
  • Was hat heute gut geklappt?
  • Wer war heute besonders lieb zu dir, wie war die Situation?
  • Zu wem warst du heute besonders lieb, wie war die Situation?
  • War das Essen heute besonders gut und wenn ja, was gab es?

Hat man ein oder sogar mehrere schöne Erlebnisse oder Momente gefunden, schreibt man sie zusammen mit dem Datum auf einen kleinen Zettel. Können die Kinder schon schreiben, können sie den Zettel natürlich auch selbst gestalten. Diesen faltet oder rollt man zusammen und legt ihn in das Weihnachtsglas. So füllt sich das Glas Tag für Tag immer mehr. An Weihnachten kann man die Zettel dann gesammelt durchlesen und sich nochmal richtig über den schönen Dezember freuen.

Varianten: Wer lieber malt, kann natürlich die schönen Erlebnisse auch auf kleine Zettel malen und diese sammeln. Oder man schneidet für Kinder aus einer breiten Papierrolle einen Tannenbaum aus, diesen heftet man an einen passenden Platz im Haus. Jeden Tag schreibt oder malt man auf den Baum ein besonders schönes Erlebnis des Tages.

Adventsleiter mit schönen Fundstücken schmücken

Etwas aufwendiger, dafür aber auch dekorativer, ist die Adventsleiter. Sie schmückt man bis zu Weihnachten jeden Tag mit einem schönen Fundstück. Um sie zu bauen, braucht man einige mitteldicke Äste, eine Säge und entweder Nägel oder Jutegarn. Für die zwei seitlichen Streben sägt man zwei lange und ungefähr gleich große Stücke zurecht. Für die Sprossen benötigt man kürzere, ebenfalls gleich lange Stücke. Die Sprossen nagelt oder bindet man nun in annähernd gleich großen Abständen an die seitlichen Streben, sodass eine Leiterform entsteht.

Die Leiter nicht zu klein bauen, damit ausreichend Platz bleibt, um jeden Tag etwas an ihr aufzuhängen. Man lehnt sie als Dekoration zum Beispiel an eine Wand im Wohnzimmer. Je nach Material und Größe der Fundstücke kann man diese mit Draht, Garn, Deko-Wäscheklammern oder Heißkleber befestigen.

Beispiele für die Fundstücke:

  • Zapfen, Nüsse, Steine, Zweige, Federn etc. vom Spaziergang rund um den Hof oder im Wald,
  • schöne oder besinnliche Sprüche oder Gedichte, die man gelesen hat,
  • selbstgemalte Bilder der Kinder,
  • witzige Fotos von der Familie oder vom Betrieb oder schöne Fotos aus der Natur oder aus dem Garten.

Variante: Man kann anstelle der Leiter auch eine stilisierte Form eines Baumes gestalten und diesen an der Wand aufhängen. Dafür braucht man acht halbwegs gerade Zweige oder Bambusstecken, einer immer etwas länger als der andere. Legt man diese parallel untereinander – den kürzesten ganz oben, den längsten ganz unten – entsteht eine dreieckige Form. Die Zweige verbindet man nun einmal auf der linken und einmal auf der rechten Seite, Stufe für Stufe, miteinander. Oben knotet man die beiden Stränge zusammen und kann den Baum dort aufhängen.