29.06.2010 11:20

Bauerntag in Mariaburghausen

Ruf nach mehr kollegialer Zusammenarbeit

Mariaburghausen/Lks. Haßberge – „Die beiden Naturparke Haßberge und Steigerwald sind ein wunderbares Gebiet zum Wandern. Das Obere Maintal, ein kleines, reizvolles Weinbaugebiet zieht Besucher aus der ganzen Region an“, so zitierte Herbert Lang, der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt/Haßberge aus dem Internetauftritt des Landkreises.

© Friedl
Pünktlich und vollzählig waren die Ehrengäste erschienen, im Bild rechts Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, der beim Bauerntag auch den Vortrag hielt.
 
„Stimmt“, sagte er und dankte beim Bauerntag Haßberge den 1377 Bauern- und Winzer-Familien, die diese Region entscheidend mitgestalten. Er gab auch einen Überblick, wo die Landwirtschaft im Landkreis steht: „In Bayern ganz vorne“, was die Flächenausstattung angeht, nämlich mit einem Durchschnitt von 160 ha/Betrieb hinter den Kreisen Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt an vierter Stelle. 260 Betriebe bewirtschaften zwei Drittel der Landkreisfläche, berichtete Lang, dabei betrügen die Arbeitserledigungskosten 467 €/ha – „ein Grund zur Freude, aber nicht zum Ausruhen. Wir brauchen noch mehr kollegiale Zusammenarbeit“. Deutliche Worte fand Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, als gelernter Landwirt in dieser Funktion „eigentlich völlig unmöglich“, wie er selber sagte. „Umweltschutz von oben herunter – das geht nicht“, ist Sander überzeugt, der deshalb in Niedersachsen zu Beginn seiner Amtszeit das Landesamt für Ökologie abgeschafft hat. Nur zusammen mit Landwirten, Jägern und Fischern – den Berufsgruppen, die davon leben – können Umweltgesetze umgesetzt werden. Mehr dazu im Wochenblatt Nr. 26. (Ludwiga Friedl)
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