© Ammich Mit Maria Sauter vom AELF Krumbach (links) und den Mädchen und Buben des Oxenbronner Montessori-Kindergartens präsentiert die Kräuterbäuerin Ingeborg Farion ihr Jahreszeitenbeet. Viele Kinder wüssten gar nicht mehr, wie die heimischen Wildkräuter riechen und schmecken, bedauert Farion. |
Was lag da für die Biobäuerin aus Brandfeld näher als sich selbst in diesem Bereich zu qualifizieren? Heute ist sie eine von rund 50 Kräuterbäuerinnen in Nord- und Mittelschwaben, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft für die Botanik an andere Menschen weitergeben.
Mit ihrem Ehemann Peter betreibt Ingeborg Farion im kleinen Weiler Brandfeld bei Ichenhausen im Haupterwerb einen Biobauernhof mit 30 ha Nutzfläche, 2500 Legehennen und Direktvermarktung. Gern erinnert sich die 37jährige an ihre Kindheit, die sie zu einem guten Teil auf den Höfen ihrer Großeltern verbrachte.
Wenn sie mit ihren Großmüttern vom Kräutersammeln nachhause kam, dann blickte sie ihnen beim Vorbereiten einer Brennesselkur, beim Zubereiten der Kamillen für einen Tee oder beim Anrühren von Ringelblumenteig über die Schulter. „Damals hatte ich viel von dem, was den Kindern heute fehlt“, sagt Farion, nämlich eine enge Berührung mit der freien Natur.
Ihrer Leidenschaft für die Narur und den ländlichen Raum entsprechend absolvierte Farion in Nürtingen zuerst eine Ausbildung zur Landwirtschaftlich-Technischen Assistentin und im Gartenbau mit der Fachrichtung Baumschule, bevor sie in Nürtingen ein Studium der Landespflege absolvierte. Doch dann kamen erst einmal drei Kinder und der Beruf musste zurückstehen. „Als die Kinder aus dem Gröbsten raus waren, habe ich gespürt, dass es Zeit für etwas Neues wurde“, blickt die Bäuerin zurück. Das Neue sollte etwas sein, das sich gut in ihre Arbeit auf dem Hof fügt, wo sie die Produkte – vorwiegend Bioeier und Biokartoffeln - für die Auslieferung an Gasthäuser, Hofläden, Naturkostgeschäfte und Bäckerein in der Umgebung vorbereitet.(blw)






