Das Unternehmen kündigte an, alle juristischen Mittel einzusetzen, um diese Entscheidung zu revidieren. Eine Jury von Geschworenen an einem Gericht in Arkansas hatte 14 Reisfarmern eine Entschädigung von knapp 6 Mio USD zugesprochen. "Die Tatsachen rechtfertigen nicht den zuerkannten Schadensersatz und erst recht nicht Zahlungen für angebliche zukünftige Schäden", sagte Bruce Mackintosh, Leiter der Rechtsabteilung bei Bayer CropScience LP. Über den Schadensersatz hinaus hatte die Jury den Klägern einen sogenannten Strafschadensersatz in Höhe von 42 Mio USD zuerkannt. Strafschadensersatz kann im US-Recht einem Kläger über den ursprünglich in Frage stehenden Schaden hinaus für ein besonders rücksichtsloses Verhalten zuerkannt werden.
In dem Verfahren um gentechnisch veränderten Reis hatten die Reisfarmer wirtschaftliche Einbußen aufgrund von Spuren gentechnisch veränderten Reises von Bayer CropScience in konventionellem Reis geltend gemacht. Die Spuren waren im Jahr 2006 in der Langkornreis-Ernte aus 2005 entdeckt worden. Anschließend hatten einige Länder, und vor allem die EU, Beschränkungen für den Import von Langkornreis aus den USA verhängt. (pd)