© Werkbild Die europäischen Produktgruppen der CEMA Ende Februar auf ihrer Tagung bei John Deere in Horst/Niederlande. |
Der europäische Branchendachverbandes CEMA blickt wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Zumindest die Produktgruppen der europäischen Hersteller von Ackerbaugeräten können auf eine wieder anziehende Auftragslage verweisen. “Die Aufträge für die kommende Saison sind zwar sehr spät eingegangen, aber in den letzten drei Monaten hat sich wieder einiges im Markt bewegt“, so Gerd Wiesendorfer, Koordinator der genannten CEMA-Produktgruppe. Als problematisch werden derweil die immer kurzfristigeren Lieferzeiten angesehen, die Händler und Landwirte fordern.
Im vergangenen Jahr war der europäische Markt für die Ackerbaugeräte stark rückläufig. Die Anzahl der Bodenbearbeitungsgeräte lag um etwa ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau. Sieht man jedoch von der Sonderkonjunktur 2008 ab, wurde dennoch das Niveau der letzten fünf Jahre gehalten. Erstaunlich rege zeigte sich auch im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Pflügen. Die Verkaufszahlen von Sämaschinen und Pflanzenschutzgeräten gingen 2009 durchschnittlich um 20 bis 25 Prozent zurück. Noch stärker war der Rückgang bei Düngerstreuern – die Absatzzahlen halbierten sich annähernd. Auch der osteuropäische Markt fasst wieder Tritt. Bei den Herstellern überwiegt deshalb derzeit wieder die Zuversicht, dass sich der Markt 2010 zumindest auf einem wenn auch niedrigen Niveau stabilisieren wird. Auch wenn es in den Märkten Russland und der Ukraine noch einige Unsicherheit gibt, kommen dort bereits wieder einige Geschäfte in Gang. Für die großen Märkte Westeuropas, allen voran Frankreich und Deutschland, wird jedoch noch ein leichter Rückgang erwartet.(pd)






