© Ammich Erneut nahmen mehr als tausend Bäuerinnen am Donau-Rieser Landfrauentag in Harburg teil: Zuhören, nachdenken und Kraft tanken als Motivation, auch in schwierigen Zeiten zusammenzustehen und sich vereint für die Belange des bäuerlichen Berufsstands einzusetzen. |
Mehr als tausend Bäuerinnen füllten die große Mehrzweckhalle der Stadt Harburg, als am Vormittag Vizelandesbäuerin Marlene Mortler über die unverzichtbare Arbeit der Frauen auf dem Land sprach und am Nachmittag der bekante Star- und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck Details aus seinen Künsten verriet. „Zuhören, nachdenken, Kraft tanken“ – so umschrieb Kreisbäuerin Ruth Meißler das Angebot des Landfrauentags. Umrahmt von den frischen Stimmen des Landfrauenchors regte Pfarrerin Margit Walterham in ihrem kurzen Wortgottesdienst mit einer Bibelepisode aus dem alttestamentlichen Buch Ruth erst einmal zum Nachdenken an. Ebenso die Kreisbäuerin, die in ihrer Eröffnungsrede auf das Jahresmotto der Landfrauen einging: „Ohne Frauen kein Land.“ Viele Bäuerinnen engagieren sich zwar in der Politik, in Vereinen und sozialen Aktivitäten, stellte Meißler fest. Gleichwohl müssten sie nach wie vor um Anerkennung kämpfen. „Wir Frauen müssen unsere Leistungen immer wieder unter Beweis stellen, damit unsere Arbeit akzeptiert wird.“ Besonders wertvoll sei die Landfrauenarbeit im Dialog mit den Verbrauchern. Schon in den Kindergärten und Schulen klärten sie über die hohe Qualität der heimischen Nahrungsmittel auf und führten Aktionen im Bereich der Ernährung durch, beispielsweise durch ihren Einsatz für das bayerische Schulmilchprogramm. Die Donau-Rieser Schulen seien bislang jedoch kaum bereit, das Programm einzuführen, klagte Meißler. Deshalb solle heuer ein neuer Versuch gestartet werden, um die Schulen für die Schulmilch zu gewinnen. Besonders freute sich die Kreisbäuerin über die 21 Milcherzeuger aus dem Landkreis, die über die Molkerei Gropper an der Einführung der neuen Marke „Ein gutes Stück Heimat“ in den Lidl-Supermärkten teilnehmen. Sie forderte die Verbraucher auf, beim Einkauf bevorzugt zu regional erzeugten Lebensmitteln zu greifen. (blw)






