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![]() Die Weizenpreise haben seit Anfang Juni sowohl am Kassamarkt aber insbesondere auch am Terminmarkt stark angezogen. Binnen sechs Wochen legten die Kurse am Kassamarkt um 15 bis 20 Prozent, am Terminmarkt sogar um mehr als 25 Prozent zu. Damit wurde ein neuer Preishöchststand seit Herbst 2008 erreicht. Bei der Weizenernte zeichnen sich in diesem Jahr große Schwankungen hinsichtlich Menge und Qualität ab. Auch in Bayern werden Probleme mit den Eiweißwerten erwartet. Am Weltmarkt deutete sich wegen der erwarteten Ertragseinbußen in Europa, Kanada und der Schwarzmeerregion zuletzt ein Abbau der globalen Bestände um ca. sechs Mio. Tonnen an. Hinweise auf eine regenbedingte Verzögerung der Weizenaussaat in Argentinien wirken zusätzlich unterstützend. „Wettermärkte“ bestimmen derzeit die globalen Weizenkurse. Der Anteil der Spekulation an den jüngsten Börsenkursentwicklungen dürfte momentan relativ groß sein, der Kassamarkt hinkt (noch) hinterher. ![]() Die Preise für Schlachtkühe in der EU tendierten im ersten Halbjahr 2010 generell fest bis steigend. Höhere Rindfleischexporte bei gleichzeitig geringeren Einfuhren - sowohl in der EU als auch in Deutschland - haben sicher auch Wirkung gezeigt. Im Mittel liegen die Preise in Bayern seit 2009 auf EU-Durchschnitt. Die Kuhschlachtungen in Deutschland und Bayern gaben im ersten Halbjahr 2010 gegenüber 2009 um 6,6 bzw. 3,1 Prozent nach. Dieser Trend hält bereits seit drei Jahren an. Auffällig in Bayern ist dabei der deutliche Rückgang in Handelsklasse O3, der mit -14,2 Prozent extrem hoch ausfällt. Innerhalb der EU gibt es unter-schiedliche Preisentwicklungen. Während die Preise in Bayern bzw. Deutschland und der EU insgesamt im ersten Halbjahr gegenüber 2009 fast gleich blieben, gaben sie in Spanien, Italien sowie Großbritannien deutlich nach. Speziell in Skandinavien, Polen und anderen Ländern stiegen die Preise im Vorjahresvergleich zum Teil deutlich an. |
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