Raps behaupten sich am besten

Die Rapspreise haben zwar ebenso wie die Getreidepreise seit dem Höchstpreis im März 2008 dramatisch nachgegeben, konnten sich aber im Vergleich zum Getreide- bzw. Weizenpreis deutlich besser behaupten. Dies drückt sich in dem Verhältnis Raps- zu Weizenpreis klar aus. Das langjährige Mittel dieses Preisverhältnisses errechnet sich anhand der Erzeugerpreise Bayern bei 2 zu 1. Seit der Ernte 2009 liegt dieser Wert zwischen 2,3 und 2,5 zu 1, was die „Vorzüglichkeit“ des Rapsanbaus im Vergleich zu Weizen belegt. Zuletzt stand der Ölsaatenkomplex an den Termin- und Kassamärkten im Sog der Soja- und Rohölmärkte unter Druck. Hohe Ernteerwartungen in Südamerika und eine sinkende Sojanachfrage Chinas waren ursächlich. Preisstabilisierend wirkten Frost- und Kälte bedingte Logistikprobleme. Der Rapsanbau in Bayern zur Ernte 2010 soll nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes zurückgegangen sein, bundesweit wurde dagegen eine geringe Zunahme ermittelt.

 
Preistief frühzeitig überwunden?

Die Notierungen für Schlachtschweine haben zuletzt sowohl am Kassa- als auch Terminmarkt gegen den bisher allgemeinen Trend spürbar angezogen. Dieser Trend war auch EU-weit zu beobachten. Ursache war wohl in erster Linie ein merklich geringeres Angebot an schlachtreifen Tieren, auch wegen eines Kälte bedingt langsameren Wachstums der Schweine. Weil das bisherige Preisniveau insgesamt längerfristig betrachtet unterdurchschnittlich hoch ist, kann Schweinefleisch zudem im Lebensmittelhandel und im Export preisgünstig angeboten werden. Es konnten folglich große Mengen an Schweinefleisch zu dauerhaft niedrigen Preisen am Markt untergebracht werden. Der Bedarf für stark wachsende Schlachtkapazitäten der Branche ist ganz offensichtlich größer als das Angebot. Die üblichen Preisabschläge im Januar blieben folglich aus. Im Februar sind bei einer zu erwartenden Belebung der Nachfrage nach Schweinefleisch durchaus moderate Preisbefestigungen möglic
BBV-Marktberichtsstelle
Quelle: BBV-Marktreferat